Kälte zieht gen Westen
Eistage in Deutschland

Die Wetterfront „Claus“, die schon Russland die kältesten Tage des noch jungen Jahres gebracht hatte, hat nun auch Deutschland erreicht. In der Republik war es nirgends wärmer als 0 Grad. Auch Tote gab es schon.

DÜSSELDORF. Die Nacht zu Montag war die kälteste in diesem Winter. In keinem Ort Deutschlands kletterte das Thermometer über die magische 0-Grad-Grenze, weshalb Meteorologen dies einen Eistag nennen. Minus 33,8 Grad waren es im bayrischen Funtensee; auch in Haidmühle und im sächsischen Morgenröthe-Rautenkranz sank das Quecksilber unter minus 20 Grad.

In Sachsen-Anhalt gab es zwei Tote. In Wolfen bei Dessau stürzte eine 74-jährige gehbehinderte Frau auf dem Weg zum Briefkasten vor ihrem Haus. Sie konnte nicht allein aufstehen und erfror. Nahe Salzwedel in der Altmark starb ein 48 Jahre alter Mann, der auf einem Feldweg zu Fuß unterwegs von einer Feier nach Hause war. Im niedersächsischen Hameln erfror bereits am frühen Sonntagmorgen ein 68-Jähriger nur zehn Meter vom Eingang seines Hauses entfernt. Er verhakte sich laut Polizei offenbar in angetrunkenem Zustand in einer Hecke und in Stacheldraht. Gerade Obdachlose und alkoholisierte Menschen sind der Gefahr eines Kältetodes ausgesetzt. In Berlin wurden sämtliche U-Bahnhöfe als Übernachtungsmöglichkeit geöffnet.


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Mediziner geben zwar insofern Entwarnung, als dass der Körper durchs Zittern selbst dafür sorge, dass eine Körpertemperatur um die 36,5 Grad gehalten werde. Doch diese Aufwärmarbeit belaste das Herz, so dass Herzkranke sich bei eisigen Temperaturen lieber im Warmen aufhalten sollten.

Autofahrer sollten sich gegen die Straßenglätte wappnen. Winterreifen sind bei Schneefall ein Muss, aber auch der Türschlossenteiser und das Silikonspray, das vor dem Vereisen von Dichtungsgummis schützt, sollte der Fahrer dabeihaben.

Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes wird es auch in den kommenden Tagen kalt bleiben. Am Dienstag wird es sonnig, am Mittwoch gibt es im Nord-Osten leichten Schneefall. Die Temperaturen halten sich in den weitesten Teilen Deutschlands unterhalb des Gefrierpunktes auf, nur am Rhein wird es bei um die 2 Grad etwas wärmer. Zum Ende der Woche gönnt uns das Wetter eine kurze Erholungspause. Es wird ein wenig milder. Am Wochenende deutet sich allerdings ein erneuter Schub mit sehr kalter Luft aus dem östlichen Europa an.

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