Kämpfe zwischen Rebellen und Soldaten
Zahlreiche Tote in Myanmar – auf beiden Seiten

In Myanmar kämpfen seit Tagen Kogang-Rebellen gegen Regierungstruppen. Dabei sind staatlichen Medien zufolge schon 47 Soldaten gestorben. Wie viele Tote es der Seite der Rebellen gibt, ist noch unklar.
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RangunBei Kämpfen mit Kokang-Rebellen in Myanmar nahe der Grenze zu China sind einem staatlichen Medienbericht zufolge 47 Regierungssoldaten ums Leben gekommen. 73 weitere seien verwundet worden, hieß es am Freitag. Die Zeitung „The Global New Light of Myanmar“ berichtete, in den vergangenen Tagen habe es mehr als 13 Gefechte zwischen Regierungstruppen und Aufständischen gegeben. Die Regierung flog den Angaben zufolge fünf Luftangriffe. Wie viele Tote oder Verletzte es auf Rebellenseite gab, war zunächst unklar.

Dem Bericht zufolge griff eine abtrünnige Kokang-Gruppe unter Führung von Phone Kya Shin Militärstellungen an. Ziel sei es gewesen, die Hauptstadt der selbstverwalteten Kokang-Zone nahe der Grenze, Laukai, einzunehmen. Die Gegend liegt mehr als 800 Kilometer nordöstlich der Metropole Rangun.

Die Zeitung zitierte örtliche Bewohner mit der Aussage, die ethnischen Kokang-Rebellen hätten die Gegend infiltriert, indem sie auf Plantagen gearbeitet hätten. Sie hätten mit Raketenwerfern und Flugabwehrgeschützen angegriffen.

Die Kämpfe seien schwer genug gewesen, damit die Regierung China informiert habe, berichtete die Zeitung. Peking ist besorgt, weil Zivilisten wegen der Gewalt über die Grenze flüchten.

Die Kokang-Guerillakämpfer waren bis zur Unterzeichnung einer Waffenruhe mit der damaligen Militärregierung 1989 die wichtigste Kampftruppe der Kommunistischen Partei Birmas. Phone Kya Shin und seine Kommandeure flohen 2009 aus Myanmar, nachdem Regierungskräfte in einer Waffenfabrik der Kokang eine Razzia vorgenommen hatten.

Seit sie 2011 an die Macht kam hat die Regierung von Präsident Thein Sein versucht, Friedensabkommen mit rund einem Dutzend ethnischer Rebellengruppen zu schließen, die seit Jahrzehnten für mehr Autonomie kämpfen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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