Kanaldeckel auf Gleis
ICE zertrümmert Betonplatte

Unverantwortlicher Eingriff in den Schienenverkehr: Aus noch ungeklärten Gründen ist ein ICE bei Freiburg über eine im Gleis befindliche Kanalabdeckung gefahren. Verletzt wurde niemand, der Zug jedoch schwer beschädigt.
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KöndringenUnbekannte Täter haben am Montagabend eine Betonplatte auf die Bahnstrecke Freiburg-Offenburg gelegt und einen ICE zur Notbremsung gezwungen. Die rund 400 Passagiere mussten etwa zwei Stunden ausharren, bevor sie auf freier Strecke in einen Ersatzzug umsteigen konnten. Verletzt wurde niemand. Der ICE wurde leicht beschädigt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, musste die Strecke für gut drei Stunden gesperrt werden. Die Bundespolizei hatte zunächst keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter.

Nördlich von Freiburg war bei Köndringen eine etwa 30 mal 40 Zentimeter große Abdeckplatte aus Beton auf die Gleise gelegt worden. „So etwas liegt üblicherweise im Bereich der jugendtypischen Verhaltensweisen“, sagte der Leiter der Bundespolizei-Inspektion Weil am Rhein, Kai Welzel. Eine solche Tat könne als „gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr“ mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde ein Radkranz des ICE beim Überfahren der Platte beschädigt. Der Zug musste leer nach Freiburg zurückfahren. „Wenn die Täter ermittelt werden, machen wir sämtliche entstandenen Schäden geltend“, sagte ein Bahnsprecher. Dazu zählten auch die Kosten durch Betriebsausfälle.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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