Kapitän giff erst später ein
Co-Pilotin flog Lufthansa-Maschine bei Beinahe-Crash

Bei dem Beinahe-Crash am Hamburger Flughafen hat zunächst die 24-jährige Co-Pilotin die Lufthansa-Maschine gesteuert. Erst beim Durchstart-Manöver, mit dem ein Unglück verhindert wurde, übernahm der erfahrenere Flugkapitän das Steuer.

HB HAMBURG. Das erklärte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig am Dienstag und bestätigte damit einen entsprechenden Vorabbericht der „Bild“-Zeitung. Warum der wesentlich erfahrenere Oliver A. seiner Kollegin Maxi J. den Anflug während des Orkans „Emma“ am Samstag erlaubt hatte, war zunächst unklar.

„Der Anflug war eine Teamkooperation unter Leitung des Kapitäns“, sagte ein Sprecher der Lufthansa in Frankfurt am Main. Derzeit liefen die Analysen. Weitere Angaben zu dem Unfall wollte er zunächst nicht machen.

Bei dem spektakulären Landeanflug am Samstag war das Flugzeug von einer Böe erfasst worden. Auf einem auf der Plattform www.liveleak.com eingestellten  Video war zu sehen, wie der Airbus teilweise quer zur Landebahn schwebte und die Tragfläche auf dem Boden Wasser aufwirbelte. Das Durchstarten der Maschine konnte ein Unglück verhindern. Die 131 Passagiere waren nur knapp einer Katastrophe entgangen. Sie blieben unverletzt, viele waren jedoch geschockt.

Erst im zweiten Anlauf war die Landung auf einer anderen Bahn gelungen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung prüft den Fall. Der Rollentausch zwischen Piloten ist in Flugzeugen laut Experten nicht ungewöhnlich.

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