Kapitalanlegern
Betrügerbande ergaunert 3,7 Millionen Euro

Eine Betrügerbande hat bei Kapitalanlegern in Deutschland und der Schweiz rund 3,7 Millionen Euro ergaunert. Mehrere Wohnungen und Büros der von den Betrügern geführten Firma „Pro Novo“ wurden durchsucht.

HB HAMBURG. Wie die Polizei in Hamburg am Montag mitteilte, wurde der 34 Jahre alte mutmaßliche Kopf der Bande bereits am Donnerstag in Berlin verhaftet. Er soll mit seinen Komplizen von März 2004 bis Februar 2005 insgesamt 94 Kapitalanlegern lukrative Termingeschäfte angeboten haben, ohne diese jemals zu realisieren. In Hamburg, Berlin, Schwerin und dem schweizerischen St. Gallen durchsuchten Ermittler mehrere Wohnungen und Büros der Verdächtigen. Beamte der Abteilung Organisierte Wirtschaftskriminalität des Hamburger Landeskriminalamtes (LKA) wollten den 34-jährigen Türken bereits im August 2005 in der Hansestadt verhaften. Damals war ihm noch die Flucht gelungen.

Danach setzte er seine Betrügereien fort. Er gründete in St. Gallen die Firma „Pro Novo“ und bot seinen Kunden festverzinsliche Finanzprodukte an. Die eingehenden Kundengelder transferierte der mutmaßliche Täter über Konten in der Schweiz und Deutschland in die Türkei, ohne sie wie in den Verträgen versprochen anzulegen. Als der 34-Jährige in einem Berliner Internet-Café verhaftet wurde, wies er sich mit einem gefälschten italienischen Ausweis aus. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, hieß es.

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