Karibikstaat von Überschwemmungen betroffen
Sturm „Jeanne" fordert 90 Todesopfer

In Haiti sind nach Angaben der Behörden etwa 90 Menschen bei Sturzfluten und Erdrutschen ums Leben gekommen. Viele Menschen werden noch vermisst, auch forderte der Tropensturm in dem Karibikstaat bereits an die 380 Verletzte.

HB PORT-AU-PRINCE. „Jeanne“ hatte bereits im Nachbarstaat Dominikanische Republik elf Menschen das Leben gekostet und hunderte Häuser zerstört. Nach zwei Tagen heftigen Regens donnerten die Wassermassen im Norden Haitis die Gebirgsregionen hinab und ließen Flüsse über ihre Ufer steigen, wie die Behörden mitteilten. Ganze Häuser wurden weggespült, Autos mitgerissen und Telefonleitungen unterbrochen.

Allein um die 200 000-Einwohner-Stadt Gonaives wurden nach Angaben eines UN-Mitarbeiters etwa 50 Menschen durch die Fluten getötet. Die Stadt war mit Schlamm bedeckt. Übergangsministerpräsident Gerard Latortue sagte, er werde den Notstand ausrufen. Die Weltgesundheitsorganisation habe ein Mitarbeiterteam entsandt, das Pakete mit Medikamenten verteilen sollte.

Haiti, das sich die Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik teilt, ist wegen der massiven Abholzung in der Vergangenheit besonders stark von Überschwemmungen betroffen.

Der Tropensturm „Jeanne“ hatte bereits in Puerto Rico zwei Menschen getötet. Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA befindet sich der Sturm etwa 230 Kilometer nordöstlich von San Salvador, einer Insel im Zentrum der Bahamas. Mit Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern in der Stunde bewege er sich weiter in Richtung Norden. Die Experten rechneten damit, dass sich „Jeanne“ am späten Montag nach Nordosten hin weiter von den Bahamas entfernen würde. Auch Florida würde dann von dem Sturm verschont bleiben. In dem US-Bundesstaat hatten in den vergangenen fünf Wochen bereits drei Hurrikans erheblichen Schaden angerichtet.

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