Karriere im Internet

Wie ein Ostfriese das Netz erobert

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„Richtig viele dachten, dass ich ein Landwirt bin.“
Als Mitarbeiter eines Lohnunternehmens holt er die Ernte ein oder fährt Gülle aus. Schon seit seiner Kindheit ist er von den großen landwirtschaftlichen Maschinen fasziniert. Quelle: dpa
Keno Veith

Als Mitarbeiter eines Lohnunternehmens holt er die Ernte ein oder fährt Gülle aus. Schon seit seiner Kindheit ist er von den großen landwirtschaftlichen Maschinen fasziniert.

(Foto: dpa)

„Wir freuen uns, dass Plattdeutsch mal wieder auf ganz andere Art und Weise in den Medien erscheint.“ Das Plattdüütskbüro hat keine Berührungsängste mit Sozialen Medien. 2015 beispielsweise war die Youtuberin Neele Sining Botschafterin der Aktion „Septembermaant is Plattdüütskmaant“ (September ist Plattdeutschmonat).

Keno Veith selbst ist froh, dass seine Clips auch Einblicke in seinen Berufsalltag geben. „Viele wohnen zwar auf dem Land. Aber die wissen gar nicht, was wir so machen.“ Ein Trecker werde von vielen automatisch mit dem Beruf Bauer assoziiert.

„Richtig viele dachten, dass ich ein Landwirt bin.“ Keno Veith sei zwar hauptsächlich ein Botschafter für die plattdeutsche Sprache, so die Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, Gabi von der Brelie. „Da er bei einem Lohnunternehmen arbeitet, rückt er auch Landwirtschaft in den Mittelpunkt.“

Seit 18 Jahren macht Keno Veith Kraftsport. Und stylt sich im Stil von „Mr.T“, der in der 80er-Jahre-Serie „A-Team“ die Rolle des B.A. verkörperte. „B.A. war schon früher mein Spitzname“, sagt Veith. „Ich guck auch jeden Sonntag noch das A-Team.“ Zu Kopf gestiegen ist ihm der seit fast vier Wochen andauernde Rummel nicht. Aber er genießt ihn, etwa als Gast in der NDR-Talkshow.

„Alles was kommt, nehme ich mit. Ich habe so viele Angebote. Es ist der Wahnsinn.“ Geld verdient er mit der neuen Rolle nach eigenen Angaben noch nicht. „Ich lebe von meinem Job als Lohner.“ Ein Leben ganz ohne Landmaschinen kann sich der Ostfriese nicht vorstellen. „Egal wo die Reise hingeht im Leben. Ich könnte nie vergessen, wo ich herkomme.“

  • dpa
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