Kasparow gehört Gruppe von Liberalen an
Kasparow wechselt in die russische Politik

Der Schach-Großmeister Garry Kasparow zieht sich aus seinem Sport zurück und wechselt als Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Politik.

HB MOSKAU. „Ich habe alle meine Fähigkeiten fürs Schach eingesetzt. Jetzt möchte ich meinen Verstand und mein strategisches Können in der russischen Politik einsetzen“, erklärte die Nummer Eins des Schachsports am Freitag laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Der 41-jährige Kasparow gehört einer Gruppe von Liberalen an, die sich nach dem verheerenden Ergebnis für ihre politische Richtung bei den Parlamentswahlen 2003 unter dem Namen „Komitee 2008“ gebildet hat.

Der Ex-Weltmeister gab seine Entscheidung nach einem prestigeträchtigen Turnier in der südspanischen Stadt Linares bekannt. Er musste den Sieg in der letzten Partie zwar dem Bulgaren Wesselin Topalow überlassen, gewann das Turnier aber trotzdem.

Der in Aserbaidschan geborene Kasparow wurde mit 22 Jahren jüngster Schach-Weltmeister aller Zeiten. Er verlor den Titel im Jahr 2000 an den russischen Großmeister Wladimir Kramnik, wird jedoch auf der Rangliste der internationalen Schachvereinigung FIDE noch immer als Nummer Eins geführt.

„Ich werde weiterhin Schach spielen, weil ich das Schachspiel einfach liebe. Aber ich werde nicht mehr professionell spielen“, zitierte die spanische Internetseite Marca Kasparow. Lediglich im Schnellschach und im Simultanschach wolle der Großmeister eventuell noch einmal aktiv werden.

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