Katastrophenalarm
Erdbeben auf Hawaii

Nach schweren Erdbeben auf der US-Inselgruppe Hawaii im Pazifik haben die Behörden Katastrophenalarm ausgelöst. Ersten Berichten zufolge gab aber es bei den Erdstößen der Stärke 6,6 und zahlreichen Nachbeben keine schwer Verletzten oder Tote.

HB HONOLULU. Das erste Beben ereignete sich um 7.07 Uhr Ortszeit rund 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Kailua Kona an der Westküste. Rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Honolulu auf der Insel Hawaii (Big Island) lag das Epizentrum. Nach dem zweiten schweren Beben sieben Minuten später habe es 50 weitere Nachbeben mit einer Stärke größer als 1,9 auf der Richterskala gegeben.

Das amerikanische Erdbebenzentrum in Denver im US-Bundesstaat Colorado teilte mit, die beiden schweren Erdbeben hätten eine Stärke von 6,6 und 5,8 auf der Richterskala gehabt. Don Blakeman vom Nationalen Erdbebeninformationszentrum sagte, es gebe keine Tsunami-Gefahr im Pazifik, doch könnten große Wellen Hawaii erreichen.

Ein Sprecher des Zivilschutzes teilte mit, auf allen Inseln sei der Strom zumindest teilweise ausgefallen. Auf der Hauptinsel Oahu hätten 95 Prozent der Haushalte keine Elektrizität. Die Behörden erklärten, auch starker Regen habe in einigen Fällen zu Stromausfällen geführt. Die Gouverneurin der Inselgruppe, Linda Lingle, erklärte den Notstand.

Nach Schäden an Hotels mussten tausende Urlauber ihre Unterkünfte vorsichtshalber verlassen. Patienten eines Krankenhauses wurden per Helikopter in anderes Hospital verlegt, weil die Decke des Operationssaals der Klinik heruntergestürzt war. Das letzte Beben auf Hawaii mit einer Stärke von mehr als 6 wurde 1986 registriert.

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