Kate Middleton
Oben-ohne-Fotos in Skandinavien gedruckt

Es scheint ein Kampf gegen Windmühlen: Trotz Strafanzeige und Unterlassungsklage in Frankreich werden in Europa weiter die Nacktfotos der Herzogin von Cambridge gedruckt. Nun sind Schweden und Dänemark an der Reihe.
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Kopenhagen/ParisNach Zeitschriften in Frankreich, Italien und Irland hat am Mittwoch auch das schwedische Klatschblatt "Se & Hör" die umstrittenen Oben-ohne-Fotos von Prinz Williams Frau Kate veröffentlicht. Die dänische Ausgabe der Zeitschrift kündigte an, die Fotos ebenfalls zu veröffentlichen. Die Bilder würden in einer 16-seitigen Beilage der am (morgigen) Donnerstag erscheinenden Ausgabe zu sehen sein, sagte der Chefredakteur der dänischen "Se & Hör", Kim Henningsen. Man wolle den Lesern zeigen, "um was es bei diesen Fotos eigentlich geht".

Dem Magazin seien 240 Bilder angeboten worden, man habe sich aber nur für 60 bis 70 entschieden, sagte der Chefredakteur. Er wollte weder sagen, wer die Aufnahmen verkauft hat noch zu welchem Preis.

"Es ist für uns nichts Neues, Nacktfotos von Prominenten im Urlaub zu veröffentlichen", sagte die Chefredakteurin der schwedischen "Se & Hör", Carina Lofkvist. Ähnliche Fotos gebe es von den Schauspielerinnen Demi Moore und Sharon Stone. Auch das britische Model Kate Moss sei schon halbnackt in der schwedischen Zeitschrift zu sehen gewesen.

Die Fotos der urlaubenden Herzogin von Cambridge sind bislang neben Schweden, wo sie am Mittwoch in der "Se & Hör" erschienen, auch in Frankreich, Italien, Irland sowie im Internet veröffentlicht worden. Ein französisches Gericht hat die weitere Veröffentlichung der Bilder im Land untersagt.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat die französische Polizei inzwischen strafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Oben-ohne-Fotos im französischen Magazin "Closer" eingeleitet. Dabei soll festgestellt werden, ob mit der Veröffentlichung der Bilder die Privatsphäre Kates verletzt wurde. Die 30-Jährige und ihr gleichaltriger Mann Prinz William hatten am Montag Strafanzeige erstattet. Auf Anordnung eines französischen Gerichts soll die Polizei nun Informationen über Mitarbeiter der Zeitschrift "Closer" einholen.

Sie habe die Polizei damit beauftragt, die Namen einiger "Closer"-Mitarbeiter einzuholen, unter anderem den des Journalisten, der den Text zu den Fotos geschrieben habe, sagte die stellvertretende Staatsanwältin am Gericht von Nanterre, Marie-Christine Daubigney, der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch. Die Identifizierung des Fotografen, der die Oben-ohne-Fotos geschossen hat, habe sie allerdings noch nicht angeordnet. Dies werde Teil einer späteren Untersuchung sein.

Französische Medienberichte, wonach die Polizei in den Büros der Zeitschrift "Closer" am Mittwoch eine Razzia durchgeführt haben soll, wies Daubigney als "vollkommen falsch" zurück.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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