Katholische Kirche
Papst nach Afrika gestartet

Benedikt XVI. ist auf dem Weg nach Afrika. Der Papst besucht zunächst das westafrikanische Kamerun. Sechs Tage soll die Reise dauern, die ihn am Freitag auch nach Angola führen wird.

HB ROM. Papst Benedikt XVI. ist auf dem Weg nach Afrika. Der Papst, der am Dienstagmorgen zu einem sechstägigen Aufenthalt in Richtung Schwarzer Kontinent aufgebrochen ist, besucht zunächst das westafrikanische Kamerun. Er wird am Nachmittag in der Hauptstadt Jaunde erwartet. Am Freitag will der Papst nach Angola weiterfliegen.

"Ich reise nach Kamerun und dann nach Angola, um den Christen und Bevölkerungen dieses Kontinents konkret meine Nähe und die der Kirche zu zeigen", erklärte Benedikt vor kurzem vor Tausenden von Gläubigen auf dem Petersplatz. Ihm gehe es nicht um Politik, sondern um "Evangelisierung".

Afrika gilt als "Wachstumsregion" der katholischen Kirche, aber auch von Freikirchen - und ist massiv von der globalen Krise betroffen. "Allein die Kirche kann hier die Wahrheit sagen über Korruption und die Unterschiede, die in unserer Gesellschaft bestehen", erklärte in Kamerun Pater Sosthene Bayemi Eseka im Vorfeld des Papst-Besuches. Benedikt möchte all dies bündeln und auch damit an seinen Vorgänger anknüpfen.

Kamerun liegt am Golf von Guinea und war von 1884 bis 1916 deutsche Kolonie. Es ist mit rund 475 000 Quadratkilometern etwas größer als Schweden und hat fast 18,5 Mio. Einwohner. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind Christen, überwiegend Katholiken.

In Kamerun will der Papst den Bischöfen des Kontinents das Arbeitspapier zur zweiten Afrika-Synode im Oktober in Rom überreichen. Das Schlussdokument der ersten Afrika-Synode hatte vor mehr als einem Jahrzehnt Johannes Paul II. in Jaunde überbracht. Im Unterschied zu seinem Vorgänger, der Afrika mehr als 16 Mal, mehr als jeden anderen Kontinent besuchte, ist Benedikt der Schwarze Kontinent aus eigener Anschauung bisher fast völlig unbekannt. Er reiste nur ein Mal nach Afrika, 1987 noch als Kardinal in die kongolesische Hauptstadt Kinshasa.

Am Freitag wird der Papst in das von 27 Jahren Bürgerkrieg gezeichnete Angola weiterreisen, wo er seine Botschaft von Frieden und Versöhnung besonders eindringlich verkünden will, als eine an alle Welt gerichtete Stellungnahme zur Zukunft des Kontinents Afrika. Am kommenden Montag wird Benedikt nach Italien zurückerwartet.

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