Katholische Kirche
Pius-Brüder attackieren deutsche Bischöfe

Die erzkonservative Pius-Bruderschaft hat die Deutsche Bischofskonferenz als „verleumderisch“ kritisiert und ihr eine „Ablehnung der päpstlichen Autorität“ vorgeworfen. Zugleich machten die von Papst Benedikt XVI. rehabilitierten Traditionalisten deutlich, dass sie der Forderung nach einer umfassenden Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht nachkommen wollen.

HB STUTTGART. „Auch die Bischöfe sind an das achte Gebot gebunden, welches lautet: Du sollst kein falsches Zeugnis geben!“, erklärte der Distriktobere Franz Schmidberger am Freitag in Stuttgart. „Deshalb fordern wir die Bischofskonferenz auf, den verleumderischen Vorwurf des Antisemitismus oder Antijudaismus gegen die Pius-Bruderschaft zurückzunehmen.“

In mehreren Fällen widersetzten sich die katholischen Bischöfe dem Willen des Papstes, kritisierte Schmidberger. Dies betreffen etwa die neue Übersetzung der Wandlungsworte und der Karfreitagsfürbitte sowie die Wiederzulassung der lateinischen Messe. „Angesichts dieser Tatsachen sehen wir, dass einige Bischöfe den vom Papst vorgezeichneten Weg der Klarheit und der Versöhnung ablehnen. Sie wollen augenscheinlich die völlige Preisgabe aller konservativen Einstellungen innerhalb der Kirche.“

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hatte am Donnerstag erklärt, er gehe davon aus, dass die vier Bischöfe der Bruderschaft wieder exkommuniziert werden dürften. Zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Hamburg hatte Zollitsch eine einstimmig gefasste Erklärung vorgestellt, die das Holocaust-Leugnen des Pius-Bischofs Richard Williamson und „antisemitische Strömungen“ der Priesterbruderschaft kritisiert.

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