Kaum Ausweichmöglichkeiten für die Transporteure
„Katrina“ hat wichtige Transportwege abgeschnitten

Der Wirbelsturm Katrina hat im Südosten der USA die gesamte Verkehrsinfrastruktur schwer beschädigt. Der Sturm schnitt wie ein Messer in die Transportwege und setzte Abfertigungsanlagen und Verteilungszentren unter Wasser.

je PORTLAND. Für die Transporteure gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten, denn das US-Netz von Häfen, Eisenbahnen und Autostraßen ist durch die Flut von Importen ohnehin stark beansprucht.

Unter anderem ist die Autobahn Interstate Highway 10 unpassierbar, weil die Auffahrten unter Wasser stehen. Fast die Hälfte der 12,8 km langen Twin Span-Brücke über Lake Pontchartrain, die New Orleans mit Slidell verbindet, kollabierte in den See. Wichtige Brücken wie Bay St. Louis-Gulfport und Biloxi-Ocean Springs sind praktisch weggeweht.

Obwohl die Hochsaison für Mas-sengüter wie Mais und Sojabohnen noch nicht begonnen hat, trifft die Blockade des Hafens von New Orleans, der jährlich 5 000 Seeschiffe und rund 50 000 Binnenschiffe abfertigt, die Transportbranche hart. Über 100 Binnenschiffe wurden durch den Sturm aufs trockene Land geworfen oder sitzen fest. Mehr als 80 Seeschiffe liegen auf Reede und warten auf Abfertigung oder Umleitung zu anderen Häfen. Das Problem ist, dass andere Golf-Häfen, Gulfport, Pascagoula und Panama City ebenfalls geschlossen wurden.

Der Hafen von New Orleans ist der viertgrößte der USA und der Mississippi ist die führende Binnenwasserstraße für den Transport von Massengütern wie Kohle, Getreide und Chemikalien. Für die sechs größten US-Güterbahnen ist New Orleans eine wichtige Drehscheibe von Osten nach Westen, aber auch für den Güterverkehr zwischen dem Mittleren Westen, dem Golf und Lateinamerika.

Die Ermessung der Gesamtschäden hat noch nicht einmal ernsthaft begonnen. Niemand weiß, was zum Vorschein kommt, wenn die Deiche gesichert und das Wasser ausgepumpt ist. Viele Straßen sind zerstört, Fundamente von Lagerhäusern geschwächt und die Schiffbarkeit des Mississippi steht in Frage.

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