Kaum Hoffnung für 102 Kumpel
Neues Grubenunglück in China

Einen Tag nach dem Wassereinbruch in einem Bergwerk in Südchina, bei dem 102 Bergleute verschüttet worden sind, hat sich am Montagmorgen ein neues Grubenunglück ereignet. Eine Gasexplosion in einem Kohlebergwerk nahe der Stadt Liupanshui in der Südprovinz Guizhou tötete einen Bergmann und verschüttete zwölf weitere, wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtete.

HB PEKING. In China sind allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2700 Bergleute bei Grubenunglücken ums Leben gekommen. Bemühungen, die Kohlegruben sicherer zu machen, sind bislang gescheitert. In China werden rund 70 % des Energiebedarfs mit Kohle gedeckt.

Für die 102 Vermissten in der Daxing Zeche nahe der Stadt Meizhou in der südlichen Provinz Guangdong schwindet derweil die Hoffnung auf Rettung. „Der Wasserpegel steigt 50 Zentimeter in der Stunde“, sagte ein Sprecher der nahe gelegenen Stadt Meizhou in der Provinz Guangdong der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. „Die Chancen, dass die eingeschlossenen Bergarbeiter überleben, sind relativ gering.“ Woher das Wasser gekommen sei, war Xinhua zufolge unklar. Medienberichten zufolge wurden angrenzende Bergwerke aufgefordert, den Betrieb einzustellen und ihre Arbeiter in Sicherheit zu bringen.

Ein Wassereinbruch hatte die Kumpel am Sonntag in mehr als 400 Meter Tiefe überrascht. 15 bis 20 Millionen Kubikmeter Wasser sollen in den Schacht geflossen sein wollen. Rettungstrupps versuchten, das Wasser abzupumpen. Mehr als 600 Menschen wurden für die Bergungsaktion organisiert. Die Tragödien setzen eine Serie von Grubenunglücken im chinesischen Bergbau fort, der unter eklatanten Sicherheitsmängeln leidet.

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