Kaum Regen
Fünf Millionen Afrikaner könnten verhungern

Die Vereinten Nationen befürchten ein Massensterben am Horn von Afrika. Die Weltorganisation spricht von mehr als fünf Millionen möglichen Opfern.

HB GENF/BERLIN. Die anhaltende Trockenheit in den ostafrikanischen Ländern könne zu einer humanitären Katastrophe führen, warnte das Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Genf. Betroffen seien 2,5 Mill. Menschen in Kenia, 1,5 Mill. in Äthiopien, 1,4 Mill. in Somalia und etwa 60 000 in Djibouti. Wegen der geringen Regenfälle im Vorjahr gebe es in der Region die schlechteste Ernte seit zehn Jahren.

Deutschland hilft Somalia mit 750 000 Euro. Das Geld trage dazu bei, 1,4 Mill. von Hunger bedrohte Menschen im Süden des Landes mit Lebensmitteln zu unterstützen, teilte die WFP in Berlin mit. Die Organisation plant, bis Juni 2006 eine Million Menschen in Somalia mit Nahrung zu versorgen. Die Hilfsorganisation Care will weitere 400 000 Menschen versorgen.

Bis zu 20 Prozent der Menschen seien unterernährt, hieß es. Somalia leidet seit langem unter den kriegerischen Auseinandersetzungen rivalisierender Stämmen.

Das WFP ist nach eigenen Angaben die größte humanitäre Organisation weltweit und unterstützt jedes Jahr rund 90 Mill. Menschen in mehr als 80 Ländern mit Nahrungsmitteln.

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