Kaution in Kalifornien
Mordverdächtige kann 35 Millionen Dollar hinterlegen

35 Millionen Dollar, um bis zum Prozessbeginn aus dem Gefängnis zu kommen: Eine Kaution in dieser Höhe konnte eine des Mordes verdächtigte Kalifornierin dank reicher Freunde und Angehöriger ableisten.
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San FranciscoEine des Mordes am Vater ihrer Kinder verdächtigte Frau in Kalifornien hat mit Hilfe wohlhabender Freunde und Angehöriger die für sie verhängte Kautionssumme von 35 Millionen Dollar zusammenbekommen. Der Anwalt der 31-Jährigen, Geoff Carr, rechnete damit, dass sie am (heutigen) Donnerstag bis zu ihrem Mordprozess im September aus dem Gefängnis entlassen werde. Sie war im vergangenen Mai in ihrem Haus in einem Vorort von San Francisco festgenommen worden.

Ein sie unterstützendes Konsortium mit Verbindungen zur Mutter der Verdächtigen sammelte vier Millionen Dollar in bar und sagte zudem 61 Millionen Dollar an Grundstücksbesitz in der Gegend von San Francisco zu. Kalifornische Gerichte fordern die doppelte Kautionssumme, wenn dafür Grundstück statt Bargeld verwendet wird.

Der 31-jährigen Tiffany L. wird vorgeworfen, ihren Freund und einen weiteren Mann angewiesen zu haben, den 27 Jahre alten Vater ihrer beiden Kinder zu ermorden und dessen Leichnam zu beseitigen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fürchtete L., das Sorgerecht für ihre jungen Kinder an das Mordopfer zu verlieren. Die Verdächtige hat auf nicht schuldig plädiert.

Carr sagte, L. und ihre Mutter seien in China geboren, wo die Mutter finanziellen Erfolg in der Bauindustrie gehabt habe. Die Kaution über 35 Millionen Dollar ist die höchste, die es jemals in der Geschichte von San Mateo County gab, wie ein Vertreter des Bezirks sagte.

Bezirksstaatsanwalt Steve Wagstaffe sagte, er sei besorgt über eine Fluchtgefahr bei L. und enttäuscht, dass der Richter die Kaution nicht noch höher angesetzt habe. Wagstaffes Büro hatte eine Summe von 100 Millionen Dollar beantragt. Im Falle einer Verurteilung drohe L. lebenslange Haft, sagte Wagstaffe. „Das ist reichlich genug Anreiz dafür, in ihr Heimatland China zurückzufliehen.“

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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