Kein Anschlag
Stromausfall in Florida

Millionen US-Bürger im Großraum Miami und im Süden des Bundestaates Florida mussten am Dienstag ohne Strom auskommen. Befürchtungen, es könne sich um einen Terrorakt handeln, wurden jedoch schnell entkräftet. Stattdessen wird nun eine eher klassische Ursache vermutet.

HB WASHINGTON. Ein massiver Stromausfall im Süden und der Mitte des US-Staates Florida hat am Dienstag zu teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Zeitweise waren nach Schätzungen bis zu 4,4 Millionen Haushalte ohne Elektrizitätsversorgung. In zahlreichen Orten von Daytona Beach bis Miami fielen die Ampeln aus.

Nach Angaben der zuständigen Atomenergiebehörde hatten sich mehrere Reaktoren eines Atomkraftwerks bei Miami aus zunächst noch ungeklärter Ursache automatisch abgeschaltet. Auch mehrere weitere Elektrizitätswerke fielen aus. Behördensprecher Kenneth Clark zufolge bestand zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko. Ein „krimineller“ Hintergrund sei auszuschließen. Der Ausfall habe eine rein technische Ursache.

Clark sprach von einer „Störung“ im Stromnetz als möglichem Auslöser. Es sei aber auch möglich, dass die „Störung“ durch das automatische Abschalten der Atomreaktoren entstanden sei und die anderen Elektrizitätswerke in einer Kettenreaktion ausgefallen seien, Mit einer Wiederherstellung der Stromversorgung für den Großteil der betroffenen Haushalte wurde noch am Dienstag (Ortszeit) gerechnet.

Der letzte massive Stromausfall in den USA betraf im Jahr 2003 den gesamten Nordosten des Landes. Als Auslöser dafür wurde damals das veraltete und überlastete Versorgungsnetz angeführt. Auch in Deutschland ist die sich stetig verschärfende Versorgungslage unter den Energiekonzernen ein aktuelles Thema.

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