Kein Bekennerschreiben
Kölner Nagelbombe: Immer noch keine Hinweise auf Täter

Nach dem blutigen Anschlag mit einer Nagelbombe in Köln ist die Spurensicherung am Tatort abgeschlossen. Weitere Erkenntnisse zum Motiv der Täter gibt es aber bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.

HB KÖLN. Bei der Explosion der Bombe waren am Mittwoch 22 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Nach bisherigem Erkenntnisstand gibt es keinen terroristischen Hintergrund. Die Polizei ermittelt wegen mehrfachen Mordversuchs und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Von dem oder den Tätern sei bislang keine Spur gefunden worden, hieß es weiter. Ein am Vormittag folgender Abgleich der bisherigen Erkenntnisse werde möglicherweise zu Fortschritten führen. Laut Polizei müssen die vier Schwerverletzten nach wie vor im Krankenhaus behandelt werden.

Der mit Explosivstoff und großen Nägeln gefüllte Sprengkörper aus Metall war am Mittwochnachmittag in der hauptsächlich von türkischen oder türkischstämmigen Menschen bewohnten Keupstraße im östlichen Kölner Stadtteil Mülheim explodiert. Die Bombe detonierte vor zwei Häusern, in denen sich 16 Wohnungen, ein Friseursalon und ein Gemischtwarenladen befinden. Insgesamt wurden 22 Personen im Alter zwischen 17 und 68 Jahren verletzt, vier davon schwer. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hätte die Nagelbombe viele Menschen töten können.

Der ermittelnden Staatsanwalt Rainer Wolf hatte am Donnerstag erklärt, dass es zunächst weder ein Bekennerschreiben noch einen Bekenneranruf gegeben habe. Weder auf einen Zusammenhang mit dem Fall Kaplan noch zu türkischen Extremisten oder gar zur Terrororganisation El Kaida gebe es irgendeinen Hinweis. Der Generalbundesanwalt werde nach bisherigem Erkenntnisstand den Fall nicht übernehmen, weil kein Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund vorliege.

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