Kein Geld für die FDP
Möllemanns Millionenerbe geht ans Finanzamt

Vom Millionenerbe des früheren FDP-Politikers Möllemanns hat nur das Finanzamt etwas. Das treibt damit eine hohe Steuerschuld Möllemanns ein.

HB BERLIN. Der Nachlass des früheren FDP-Politikers Jürgen W. Möllemann geht fast vollständig an das Finanzamt Münster. Es soll sich dabei um rund drei Millionen Euro handeln. Das berichtet das Magazin «Focus» am Samstag vorab.

Eine entsprechende Nachricht habe Nachlassverwalter Michael Mönig vor wenigen Tagen an das Amtsgericht Münster geschickt. Demnach treibt das Finanzamt aus dem Nachlass Möllemanns eine Steuerschuld ein. Die steht im Zusammenhang mit dem Konto des zu Lebzeiten umstrittenen Politikers bei der Luxemburger Bank BNP Paribas.

Laut «Focus» gingen dort zwischen 1993 und 2000 umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro ein. Das Geld stamme überwiegend von Möllemanns Geschäftspartner, dem Unternehmer Rolf Wegener. Das Finanzamt habe das Vermögen als unversteuerte Einnahmen deklariert und verlange dafür aus dem Nachlass knapp drei Millionen Euro.

Für die FDP bleibt von dem Erbe nichts übrig, schreibt das Magazin. Der Partei drohten wegen Möllemanns Verstößen gegen das Parteispenden-Gesetz Strafgelder in Millionenhöhe. Die Witwe Carola Möllemann-Appelhoff braucht nach «Focus»-Informationen finanzielle Forderungen der Partei nicht zu fürchten, weil der Nachlass ihres Mannes von ihrem eigenen Vermögen getrennt wurden. «Damit muss sie für die Schulden ihres Mannes nicht persönlich haften», zitierte das Blatt den Nachlassverwalter.

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