Kein Milliardenwert
Geschmuggelte Wertpapiere waren gefälscht

Die vom italienischen Zoll beschlagnahmten vermeintlichen US-Wertpapiere über 134 Mrd. Dollar sind nach Angaben der Regierung in Washington gefälscht. Dies sei eindeutig, sagte ein Sprecher des US-Finanzministeriums am Freitag.

HB MAILAND/WASHINGTON. „Es handelt sich nicht einmal um gute Fälschungen.“ Es seien überhaupt nur solche Anleihen im Wert von 105 Mrd. Dollar im Umlauf. Den Fälschern seien zudem noch weitere Pannen unterlaufen. Nach ersten Zweifeln hatten die italienischen Behörden amerikanische Experten in die Prüfung der Papiere eingeschaltet.

Der Sprecher des US-Finanzministeriums erklärte, die Fälschungen seien wahrscheinlich mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Noten hergestellt worden. Ein anderer US-Regierungsvertreter fügte hinzu, die angeblichen Inhaberobligationen sollten aus der Zeit der Kennedy-Regierung während der 60er-Jahre stammen. Doch sie zeigten das Bild einer Raumfähre, die das erste Mal 1981 startete. Die Betrüger würden solche gefälschten Bonds mitunter nicht direkt in Bargeld umtauschen wollen, sondern sie als Sicherheit für Kredite nutzen.

Die italienische Finanzpolizei hatte die vermeintlichen Wertpapiere Anfang Juni nahe der Schweizer Grenze im Reisegepäck zweier Japaner gefunden. In den vergangenen zwei Jahren wurden im Großraum Como US-Anleihen im Wert von 800 Mio. Dollar von Ermittlern beschlagnahmt.

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