Kein rasches Ende der Ermittlungen zu erwarten
Dresdner Bombenleger handelte doch nicht alleine

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass der mutmaßliche Täter doch mindestens einen Helfer hatte. Für diesen Verdacht lägen konkrete Hinweise vor, sagten die Ermittler.

HB DRESDEN. „Es gibt konkrete Hinweise, dass ihm jemand aus dem Vogtland oder der Region um Hof bei der Beschaffung von Bauteilen geholfen hat“, sagte ein Sprecher der sächsischen Landeskriminalamts am Freitag in Dresden. Es sei derzeit allerdings davon auszugehen, dass der oder die Helfer nicht wussten, was der in Untersuchungshaft sitzende Hauptverdächtige vorhatte. Das LKA rief mögliche Beteiligte auf, sich umgehend zu melden.

Die Polizei hatte im September einen mehrfach vorbestraften hochverschuldeten Finanzmakler aus Sachsen festgenommen, der die Deutsche Bank um 120 Mill. € erpresst haben soll. Um Druck auf die Bank zu machen, hatte er bisherigen Ermittlungen zufolge am Pfingstwochenende eine scharfe Kofferbombe auf dem Dresdner Hauptbahnhof deponiert. Der Beschuldigte bestreitet, dass die Bombe hochgehen sollte. Für die Staatsanwaltschaft ist dies eine Schutzbehauptung. Der LKA-Sprecher sagte, mit einem raschen Ende der Ermittlungen sei momentan nicht zu rechnen, da der Beschuldigte inzwischen keine Angaben mehr mache.

Die Kofferbombe war am Pfingstwochenende auf einem Fernbahnsteig entdeckt und unschädlich gemacht worden. Nach Einschätzung von Sprengstoffexperten hätte es bei einer Explosion viele Tote und Verletzte gegeben.

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