Keine dramatische Verschärfung mehr erwartet
Hochwasser in Ostdeutschland geht zurück

Entwarnung: In Ostdeutschland ist nach einem raschen Ansteigen vieler Flüsse eine Entspannung der Hochwassersituation in Sicht. Allerdings sei ein erneuter Anstieg des Wasserpegels wegen geschmolzener Schneemassen noch nicht völlig auszuschließen.

HB DRESDEN. An nahezu allen Pegeln sei eine fallende Tendenz zu beobachten, sagte Sachsens Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) am Montag in Dresden. Ein nochmaliger Anstieg sei angesichts der noch nicht geschmolzenen Schneemassen in einigen Landesteilen zwar nicht auszuschließen. „Wir erwarten aber keine dramatische Verschärfung der Situation“, sagte Tillich. Nach Angaben des Landeshochwasserzentrums gehen die Wasserstände der meisten Flüsse etwa im Erzgebirge langsam zurück. An der Elbe in Dresden wurde der Höchststand mit rund sechs Metern im Laufe des Montag erwartet. Zur Wochenmitte sei auch hier mit einem Rückgang zu rechnen. Es sei jetzt kaum mehr mit katastrophalen Bedingungen zu rechnen.

Tillich sagte, ein Frühjahrs-Hochwasser wie das derzeitige gebe es an der Elbe etwa alle vier Jahre. Er verwies darauf, dass der Schnee im Riesengebirge und im Erzgebirge etwa zur Hälfte bereits weggetaut sei. Auch seien wichtige Talsperren noch immer aufnahmefähig. An den Deichen seien bislang keine größeren Schäden entstanden. Dank der Nachtfröste und der trockenen Witterung habe sich die Lage entspannt. Nach extremen Schneefällen im Winter in den Gebirgen hatten die Experten ein extremes Hochwasser der Elbe und weiterer Flüsse nicht ausgeschlossen. Allerdings gingen sie davon aus, dass das Hochwasser auch im ungünstigsten Fall nicht das Ausmaß des Hochwassers von 2002 annehmen würde.

Beim Jahrhunderthochwasser im August 2002 hatte die Flut vor allem in Sachsen Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Die Elbe war damals in Dresden auf 9,40 Meter angestiegen und hatte auch Teile der historischen Innenstadt überflutet.

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