Keine Hofpause an Mannheimer Schulen
Mehrere Schulen nach Amokdrohung geschlossen

Wegen der im Internet angekündigten Gewalttat sind am Mittwoch drei Schulen in Baden-Württemberg geschlossen worden. Auch an den Schulen in Mannheim wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Schule eines gesuchten 18-Jährigen, das Technische Gymnasium in Offenburg, brach den nach einer Durchsuchung zunächst begonnen Unterricht nach Polizeiangaben am Vormittag ab. Die Realschule in Neuried-Ichenheim, auf die der Schüler früher gegangen war und die ebenfalls durchsucht wurde, war nach diesen Angaben ebenfalls geschlossen. Das Karlsruher Fichte-Gymnasium öffnete am Morgen gar nicht erst.

Auch in Mannheim zogen Schulen Konsequenzen. „Viele Schulen verzichten auf die Hofpause, die Kinder bleiben im Klassenzimmer“, sagte der Leiter des Staatlichen Schulamts, Botho Stern, am Mittwoch. An großen Schulen werde nur noch ein Eingang offen gehalten, Hausmeister oder Lehrer kontrollierten den Zutritt. Auch die Polizei sei „sehr präsent“.

Wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schickten, hätten die Schulen großes Verständnis, betonte Stern. „Das hat keine Konsequenzen.“ Wie viele Schüler am Mittwoch zu Hause blieben, konnte er nicht sagen. Insgesamt hätten die Schulen „sehr gelassen“ reagiert: „Wir hoffen, dass es heute Abend Entwarnung gibt."

Der baden-württembergische Kultusminister Helmut Rau hatte am Dienstagabend alle Schulen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt, weil eine anonyme Person gegenüber zwei rheinland-pfälzischen Schülern im Internet davon gesprochen hatte, sie wolle am Nikolaustag an ihrer Schule in Baden-Württemberg Amok laufen.

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