Keine konkreten Anklagepunkte
Katholischer Bischof in China inhaftiert

Ein Untergrund-Bischof der römisch-katholischen Kirche wurde nach Angaben einer Religionsgruppe in China verhaftet. Bischhof Jia Zhinguo sei am Montag von zwei Regierungsmitarbeitern in seinem Haus festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht worden.

PEKING. China hat nach Angaben einer in den USA ansässigen Gruppe für Religionsfreiheit einen Untergrund-Bischof der römisch-katholischen Kirche festgenommen. China unterhält seit 1951 keine diplomatischen Beziehungen zum Vatikan. Gläubige des Landes müssen staatlich anerkannte Kirchen besuchen, deren Bischöfe sich gegenüber der Regierung in Peking zur Loyalität verpflichtet haben. Parallel dazu gibt es jedoch noch eine im Untergrund operierende Gemeinschaft von Gläubigen, die loyal zur römisch-katholischen Kirche und dem Papst stehen.

Deren Bischhof Jia Zhinguo sei am Montag von zwei Regierungsmitarbeitern in seinem Haus festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht worden, erklärte die Kardinal-Kung-Stiftung am Dienstag. Konkrete Anklagepunkte gegen den 70-Jährigen seien nicht vorgebracht worden. Jia habe bereits zwanzig Jahre im Gefängnis verbracht und sei seit Januar 2004 insgesamt sechsmal verhaftet worden.

Nach Schätzungen des Vatikans gibt es in China acht Millionen Katholiken, die sich dem Vatikan verbunden führen, verglichen mit fünf Millione Gläubigen der staatlich unterstützten Kirche.

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