Keine Milliardäre mehr
Krise setzt Hollands Royals schwer zu

Die niederländischen Royals gehören zu den Verlierern der Finanzkrise: Königin Beatrix (71) und ihre Familie büßten rund 200 Mio. Euro ein. Damit gehören sie nicht mehr zu den Milliardärsfamilien des Landes. Auch andere niederländische Milliardäre und Millionäre verloren viel Geld.
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HB AMSTERDAM. Die niederländischen Royals gehören zu den Verlierern der Finanzkrise: Königin Beatrix (71) und ihre Familie büßten rund 200 Mio. Euro ein. Damit gehören sie nicht mehr zu den Milliardärsfamilien des Landes. In der neuen Liste der 500 Reichsten des Nordsee-Königreichs rutschten die Oranje-Nassaus mit ihren noch höchstens 800 Mio. Euro vom 23. auf den 25. Platz. Das berichtete am Mittwoch die Zeitung „De Telegraaf“, die alljährlich die Vermögensliste „Quote 500“ von Finanzexperten zusammenstellen lässt.

Erstaunen löste aus, dass sich die königliche Familie zum ersten Mal offiziell zu der Reichenliste äußerte. „Was das genannte Vermögen von 800 Mio. Euro betrifft, so sollte jede Anpassung nach unten die Schätzung dichter an die Wirklichkeit bringen“, erklärte ein Hofsprecher. Normalerweise kommentiert das Königshaus Berichte über seine Vermögensverhältnisse nicht. Viele Niederländer hatten kürzlich ihren Unmut darüber bekundet, dass die staatliche Ausgaben angesichts der Krise um 20 Prozent gekürzt werden, der Etat für die Kosten der Monarchie jedoch erhöht wurde.

Insgesamt büßten 317 niederländische Milliardäre und Millionäre der „Quote 500“-Riege im Vergleich zum Vorjahr Geld ein. Unangefochten an der Spitze steht seit langem die Familie Brenninkmeijer, der die auch in Deutschland bekannte Kaufhauskette C&A gehört. Im vergangenen Jahr war ihr Vermögen auf 26 Mrd. Euro geschätzt worden. Die Zahl für dieses Jahr wurde zunächst nicht bekannt, da die vollständige Liste vom „Telegraaf“ erst am Donnerstag veröffentlicht wird.

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