Keine Probleme für Stromversorgung
Temperaturen erzwingen niedrigere AKW-Leistung

Mehrere Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland arbeiten wegen der großen Hitze nur noch mit verminderter Leistung. Grund ist der Anstieg der Wassertemperatur in Flüssen, durch den Grenzwerte für das Kühlwasser überschritten werden. Probleme für die Energieversorgung sehen die Betreiber aber nicht.

Reuters HAMBURG. Eine Sprecherin des Betreibers Vattenfall sagte am Dienstag in Hamburg, die Leistung des AKW Krümmel an der Elbe in Schleswig-Holstein sei um 40 Prozent gesenkt worden, weil sich das Kühlwasser sonst zu stark erhitze. Wegen der seit Tagen anhaltenden Hitze betrage die Wassertemperaur der Elbe inzwischen 26 Grad. Da das Kraftwerk die Temperatur des aus dem Fluss entnommenen Kühlwassers nicht um mehr als zehn Grad erhöhen dürfe, sei die Leistung zurückgefahren worden. Probleme für die Stromversorgung seien damit nicht verbunden, sagte die Sprecherin weiter. Die geringere Versorgung aus Krümmel werde von anderen Kraftwerken mit übernommen.

Eine Sprecherin der EnBW Kraftwerke AG sagte, die Energieproduktion in den AKW Neckarwestheim und Obrigheim sei wegen der ansteigenden Wassertemperatur des Neckars abgesenkt worden. Dadurch habe es geringe Leistungseinschränkungen gegeben. Die Wassertemperatur des Kühlwassers dürfe bei der Einleitung ins Kraftwerk nur bei maximal 28 Grad Celsius liegen. Die Temperatur des Neckar-Wassers habe aber zeitweise über dieser Marke gelegen.

Auch der Energiekonzern Eon ist von der Hitzewelle betroffen. Eine für die Kraftwerke zuständige Sprecherin sagte, aufgrund der Vorschriften für die Temperaturen des Kühlwassers sei bei den AKW Unterweser und Isar I die Leistung seit einigen Tagen um teilweise bis zu 50 Prozent reduziert worden. Probleme bei der Stromversorgung gebe es indes nicht.

Bei den AKW des Energiekonzerns RWE zeigen die hohen Temperaturen nach Angaben einer Sprecherin dagegen keine Auswirkungen auf die Stromproduktion. Einzige Änderung sei, dass das Kühlwasser nun durch die Kühltürme der Kraftwerke geleitet werde, da es beim Abfließen maximal 33 Grad warm sein dürfe. In den vergangenen Tagen hatten bereits andere Kraftwerke Probleme wegen der außergewöhnlichen Sommerhitze bekommen. So hatte das Gebäude des französischen AKW in Fessenheim von außen mit einem Wasser-Sprühsystem gekühlt werden müssen.

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