Keine Sorge um die Gesundheit: Achterbahnfahrer ist topfit
Amerikaner startet Achterbahn-Dauerfahrt

Rekordversuch mit Höhen und Tiefen: Auf der bis zu 62 Meter hohen Achterbahn in Haßloch in Rheinland-Pfalz hat der US- Amerikaner Richard Rodriguez am Donnerstag mit einer Dauerfahrt begonnen und will den Rekord im Guinnes-Buch brechen.

HB/dpa HASSLOCH. „Ich will den Rekord im Guinness-Buch brechen“, sagte der 43 Jahre alte Hochschullehrer. Dafür muss er mindestens 36 Stunden lang rund um die Uhr auf der Bahn fahren und darf nur alle acht Stunden 15 Minuten Pause machen.

Den Guinness-Achterbahn-Rekord halten zwei Japaner, die 2002 rund 35 Stunden unterwegs waren. Rodriguez will ihre Leistung übertreffen. „Alles ist ein Meilenstein: eine Woche oder zwei“, sagte er. „Ich fahre so viel wie ich kann.“ Seine Notdurft verrichtet er während der Fahrpausen in der Bahn auf einem aufsetzbaren Spezialsitz hinter einem Vorhang, nachts steigt er „zum Schlafen“ auf eine kleinere Achterbahn mit Loopings um.

Der 43-Jährige war im vorigen Jahr 104 Tage lang bis zu 15 Stunden täglich mit der „Expedition Ge Force“-Bahn im Park unterwegs gewesen. Ein Eintrag ins „Guinness“-Buch war dem selbst ernannten „König der Achterbahnen“ verwehrt geblieben, weil er sich nicht an die Guinness- Regeln gehalten hatte. „Es war gut, es macht Spaß - ich sah die Vögel fliegen“, sagte Rodriguez nach der ersten Tour in der grellgelben Bahn mit den viersitzigen Gondeln.

Obwohl er bei der Tour 2002 eine Plombe verlor, macht er sich keine Sorgen um seine Gesundheit. Er will sich mit Cremes vor der Sonne und mit Polstern vor den Vibrationen der Achterbahn schützen. Die jetzige Versuch werde wegen der Tag- und Nacht-Fahrten schwieriger als der des Vorjahres, sagte Rodriguez, der ärztlich überwacht wird. Mediziner attestierten dem 43-Jährigen vor Fahrtbeginn eine gute Verfassung. „Er ist topfit und gut trainiert“, sagte der Kardiologe Holger Killat. Der Schlafforscher Prof. Dieter Riemann (Freiburg) sagte, Rodriguez gehe mit dem Rekord „sicher an die Grenze“.

Die Achterbahn in Haßloch erreicht auf etwa 1,3 Kilometern Strecke nach einer Sturzfahrt aus 62 Metern Höhe eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern und hat das steilste - fast senkrechte - Gefälle von 82 Grad bei gleichzeitiger Verdrehung.

Sorgen bereitet dem Rekordfahrer das Wetter, das ihn im Falle eines Gewitters zum Abbruch des Versuchs zwingen könnte. Nach Angaben des Parks will Rodriguez mit der Aktion auch zu Spenden für das Unesco-Programm „Bildung für Kinder in Not“ aufrufen.

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