Aus aller Welt

_

Keine Streiks bis Dienstag: Pause im Flughafen-Tarifkampf

Kleiner Lichtblick für die Fluggäste in Nordrhein Westfalen: Bis einschließlich Dienstag soll es keine weiteren Arbeitskämpfe geben. Auch in Hamburg pausiert der Streik des Sicherheitspersonals - vorerst.

Eine Frau steht am 15.02.2013 einsam am Check-in-Schalter am Flughafen in Köln. Wegen des Streiks fielen an dem Tag die meisten der geplanten Flüge aus. Quelle: dpa
Eine Frau steht am 15.02.2013 einsam am Check-in-Schalter am Flughafen in Köln. Wegen des Streiks fielen an dem Tag die meisten der geplanten Flüge aus. Quelle: dpa

DüsseldorfFlugreisende können ersteinmal aufatmen. An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen wird bis einschließlich Dienstag nicht gestreikt, am Hamburger Airport bis einschließlich Montag nicht. Gelöst ist der Tarifstreit nicht - es herrscht Sendepause.

Anzeige

An den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen wird es bis einschließlich Dienstag keine Streiks des Sicherheitspersonals geben. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Sonntag in Düsseldorf mit. Bereits am Freitag hatte Verdi angekündigt, dass das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen bis einschließlich Montag nicht streiken wird. Wie es danach weitergeht, ließ die Gewerkschaft offen.

Sollten für Mittwoch wieder ganztätige Streiks an Flughäfen in Nordrhein-Westfalen angesetzt werden, wolle man am Vortag darüber informieren, sagte Verdi NRW-Sprecher Günter Isemeyer der Nachrichtenagentur dpa. Am Dienstag sind aber andere Beschäftigte des privaten Sicherheitsgewerbes in Nordrhein-Westfalen zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen - zum Beispiel Personen- und Objektschützer.

Tarifkonflikt Flugausfälle wegen Streik in Hamburg und Köln

Der Streik des Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen geht weiter.

In der vergangenen Woche hatten Streiks an den Flughäfen Hamburg, Düsseldorf und Köln/Bonn den Luftverkehr massiv behindert. Mehrere hundert Flüge wurden gestrichen. Zehntausende Passagiere waren betroffen.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) kritisierte die Streikankündigung. „Verdi wäre nach wie vor gut beraten, aufzuhören zu streiken und endlich an den Verhandlungstisch zurückzukehren oder zumindest in die Schlichtung zu gehen“, sagte BDSW-Sprecher Oliver Arning der dpa. Umgekehrt warf Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker dem Verband mangelnden Lösungswillen vor. Laut Isemeyer gab es am Wochenende keine Gespräche mit der Arbeitgeberseite. „Es gibt nach wie vor keinerlei Kontakte“, sagte er. Verdi fordert vor Wiederaufnahme der Gespräche ein neues Angebot der Arbeitgeber und lehnt eine Schlichtung ab.

In dem Konflikt fordert Verdi in Nordrhein-Westfalen für die 34 000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsbranche bis zu 30 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten bislang zwischen fünf und neun Prozent. Am Flughafen Hamburg will Verdi für die 600 Mitarbeiter der Personenkontrollen einen Stundenlohn von 14,50 Euro erstreiten, die Arbeitgeberseite hat 13,50 Euro angeboten.

Fraport und Flughafenbetreiber

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisierte Verdi wegen der Streiks an deutschen Flughäfen scharf. „Es ist unverantwortlich, völlig utopische Lohnforderungen von 30 Prozent und mehr auf dem Rücken der Fluggäste und Fluggesellschaften auszutragen“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Samstag). DGB-Chef Michael Sommer verteidigte die Aktionen erneut. „Die Fluggäste täten gut daran, diesen Arbeitskampf nicht als Belastung, sondern als Alarmsignal zu verstehen“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

  • 17.02.2013, 21:43 UhrPandora0611

    Ver.di setzt Steiks aus.
    Warum wohl? Ganz einfach! Montags und Dienstags fliegen unsere Politclowns von Köln/Bonn und Hamburg nach Berlin;
    und die will/darf man doch nicht treffen!
    Deshalb wurde/wird auch nicht in Berlin gesteikt!
    Und das am Wochenende nicht gestreikt wird, hat einen einfachen Grund; Da gibt es ZUSCHLÄGE! Die will man sich doch nicht entgehen lassen, oder?

  • 17.02.2013, 17:40 Uhrjodan

    Verdi-Pauschale auf Flugscheine
    Da einige der betroffenen und zwangsweise Wartenden Verständnis für die maßlosen Forderungen von Verdi für die Flughafen-Sicherungsleute zum Ausdruck brachten, scheint es mir vertretbar, auf alle Flugscheine eine Sicherheits-Gebühr aufzuschlagen. Das sollte in erster Linie für die Billigflieger gelten, die offensichtlich völlig überflüssigen Shopping- Tourismus zwischen europäischen Hauptstädten propagieren. Um die Zweckbindung zu verdeutlichen, sollte man diese Aufschläge beim Ticketkauf als VERDI-PAUSCHALE kenntlich machen.Die Streiks belasten ausschließlich die Fluggäste und die Fluggesellschaften, die mit den meist völlig unqualifizierten Streikenden überhaupt nichts zu tun haben.

  • 17.02.2013, 17:34 Uhrjodan

    Verdi-Pauschale auf Flugscheine
    Da einige der betroffenen und zwangsweise Wartenden Verständnis für die maßlosen Forderungen von Verdi für die Flughafen-Sicherungsleute zum Ausdruck brachten, scheint es mir vertretbar, auf alle Flugscheine eine Sicherheits-Gebühr aufzuschlagen. Das sollte in erster Linie für die Billigflieger gelten, die offensichtlich völlig überflüssigen Shopping- Tourismus zwischen europäischen Hauptstädten propagieren. Um die Zweckbindung zu verdeutlichen, sollte man diese Aufschläge beim Ticketkauf als VERDI-PAUSCHALE kenntlich machen.Die Streiks belasten ausschließlich die Fluggäste und die Fluggesellschaften, die mit den meist völlig unqualifizierten Streikenden überhaupt nichts zu tun haben.

  • Die aktuellen Top-Themen
Ebola-Länder: Kanada vergibt keine Visa an Westafrikaner

Kanada vergibt keine Visa an Westafrikaner

Kanada stellt vorübergehend keine Visa für Reisende aus den von der Ebola-Epidemie betroffenen westafrikanischen Ländern aus. Diese Maßnahme sei nötig, um die kanadischen Bürger zu schützen, teilte die Regierung mit.

30 Jahre Würth-Kalender: Ein Schraubenhersteller auf den Spuren von Pirelli

Ein Schraubenhersteller auf den Spuren von Pirelli

Jahr für Jahr lassen sich Top-Models für den Pirelli-Kalender fotografieren. Doch es gibt ungeahnte Konkurrenz vom braven Familienunternehmen Würth. Und das schon seit 30 Jahren. Kundenbindung der besonderen Art.

Zitate der Woche: „Ich bereue das Dschungelcamp“

„Ich bereue das Dschungelcamp“

Präsident Putin spricht über die Mentalität seiner Landsleute. Apple-Chef Tim Cook outet sich als homosexuell. Und der englische Kapitän Steven Gerrard beschreibt die deutsche Nationalmannschaft. Die Zitate der Woche.

  • Business Wetter
Eine junge Dame wirbt für Parship

Wer passt zu mir?

Finden Sie jetzt den passenden Partner. Partnersuche nur mit PARSHIP!