Keuzfahrtschiff droht Untergang
Glück im Unglück bei Kollision mit Eisberg

Nach der Kollision eines kanadischen Kreuzfahrtschiffs mit einem Eisberg in der Antarktis haben sich am Freitag die 154 Passagiere und Besatzungsmitglieder in die Rettungsboote geflüchtet.

HB BUENOS AIRES. Sie wurden von einem norwegischen Kreuzfahrtschiff aufgenommen, wie Susan Hayes von der Reederei G.A.P. Adventures in Toronto mitteilte, und zur chilenischen Insel King George gebracht. Die 2.646 Tonnen große „Explorer“ hatte starke Schlagseite und drohte zu sinken.

Die „Explorer“ befand sich mit ihren Passagieren mitten in einer 19-tägigen Kreuzfahrt in der Antarktis und um die Falkland Inseln, wobei die Gäste Pinguine, Wale und andere Tiere beobachten konnten, wie Hayes sagte. In der Nähe der South Shetland Islands rammte das unter liberianischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff dann aber einen unter der Wasseroberfläche liegenden Eisberg, wobei das Schiff leckschlug. Die Besatzung der „Explorer“ setzte daraufhin einen Notruf ab.

Durch die Kollision entstand ein faustgroßes Loch, durch das, wenn auch langsam, Wasser eindrang. Die Besatzung habe zwar die Pumpen eingeschaltet, um das eindringende Wasser abzupumpen, es bestehe aber die Gefahr, dass das Schiff sinke. „Es hat Schlagseite“, sagte Hayes.

Auf den Notruf reagierte das in der Nähe fahrende norwegische Kreuzfahrtschiff „Nordnorge“ und nahm die Menschen auf. „Den Passagieren geht es gut. Es sind alle da. Es gibt keine Verletzten“, sagte Hayes.

Der Notruf der 2.646 Tonnen großen „Explorer“ erreichte die britische und argentinische Küstenwacht kurz vor Morgengrauen. 90 Minuten nach dem ersten Notruf habe der Kapitän die Evakuierung des Schiffes angeordnet, hieß es. Die ruhige See und ein nur schwacher Wind hätten die Rettungsaktion erleichtert, sagte Kapitän Juan Pablo Panichini von der argentinischen Küstenwacht.

Die „Nordnorge“ erreichte am Freitagabend die chilenische Insel King George. Zunächst verhinderten aber starker Wind und hohe Wellen, dass die Geretteten an Land gehen konnten. Sie sollten von der Insel am Samstag auf das chilenische Festland geflogen werden.

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