Kinostart von "Collateral" ist der 23. September
Fans liegen Tom Cruise zu Füßen

Hollywoodstar Tom Cruise hat am Mittwochabend in Berlin seine Fans mit einem Autogramm-Marathon begeistert. Genau zweieinhalb Stunden nahm sich der US-Schauspieler vor dem Cinestar-Kino am Potsdamer Platz Zeit für die jubelnde Menge.

HB BERLIN. Nur begleitet von seinen Bodyguards schritt er über den roten Teppich. Die zur Deutschlandpremiere seines neuen Thrillers „Collateral“ geladenen Gäste hatte er nämlich extra später bestellt - damit auch all jene etwas von ihm haben, die keine VIPs sind.

Mit ausdauernd strahlendem Lächeln streichelte Cruise Kinder und drückte unzählige Hände. Geduldig machte er Small-Talk, ließ sich fotografieren und auf die Schulter klopfen. Alles, was ihm über die Absperrung gestreckt wurde, signierte der Star: Von Fotos, Autogrammbüchern und DVD bis zu Stadtplänen und Rucksäcken. „Ich finde es gut, dass er sich so viel Zeit für uns nimmt“, meinte die 23-jährige Jana aus Hameln. „Allerdings tun mir jetzt schon ganz schön die Füße weh.“ Auch eine Touristin aus dem britischen Gloucester freute sich, in Berlin ihrem großen Schwarm über den Weg zu laufen. „Das ist schon eine tolle Gelegenheit“, meinte die 19-jährige Sophie.

Mitgebracht hatte Cruise seine Schauspielerkollegin Jada Pinkett Smith. Die Ehefrau von Will Smith ist in dem am 23. September in den deutschen Kinos startenden Thriller (Regie Michael Mann) seine Gegenspielerin. In „Collateral“ verkörpert Cruise zum ersten Mal einen Bösewicht. Als gealterter Auftragskiller lässt er sich von einem Taxifahrer durch Los Angeles von Mord zu Mord fahren. „Ich wollte eine Herausforderung“, erklärte Cruise seine Rollenauswahl.

Gelassen nahm er, dass er sein strahlendes Helden-Image aufgeben musste und als Killer Vincent sogar graues Haar hat. „Daran werde ich mich gewöhnen müssen, so ist das Leben“, meinte Cruise. Der sonst auf Helden abonnierte Cruise gibt in dem temporeichen Thriller den coolen, unerschütterlichen Killer. Jamie Foxx spielt den fassungslosen und verängstigten Taxifahrer Max, der den Mörder chauffieren soll. Immer wieder versucht er, zu entkommen. Max wird für den Profikiller sozusagen zum Kollateral-Schaden, zum zufälligen Opfer der Mordmission, nur weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Doch auf eine Art sind Killer und Taxifahrer auch abhängig voneinander. Das hieß am Premierenabend atemlose Spannung für das Publikum.

Den Hauptstädtern gilt Cruise inzwischen schon fast als halber Berliner. Auch zu den Europa- und Deutschlandpremieren seiner letzten Filme „Last Samurai“, „Vanilla Sky“ und „Minority Report“ war der smarte Darsteller an die Spree gereist. Im Frühjahr war Cruise in der Stadt, um sich Drehorte für „Mission: Impossible 3“ anzusehen. Der Actionfilm soll im nächsten Jahr in Berlin und Potsdam-Babelsberg gedreht werden. Und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit versprach dem Schauspieler: „Für Sie rollen wir nicht nur den roten Teppich aus, sondern sogar den goldenen Teppich.“

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