Klage gegen Sachsen
Eltern von missbrauchter Stefanie wollen Millionen

Die Anwälte der im Januar entführten Stephanie aus Dresden wollen den Freistaat Sachsen auf Schmerzensgeld und Heilbehandlungskosten von mehr als einer Million Euro verklagen. Die Juristen machen Polizeipannen dafür verantwortlich, dass die Schülerin erst nach fünf Wochen aus der Hand eines Sexualstraftäters befreit wurde.

HB DRESDEN. Die Summe setzt sich nach Angaben von Anwalt Thomas Kämmer aus Schmerzensgeldern in Höhe von 800 000 Euro für Stephanie, jeweils 25 000 Euro für Mutter, Vater und Stephanies Bruder sowie 160 000 Euro Kosten für eine Therapie zusammen.

Am Mittwoch waren Verhandlungen zwischen dem Anwalt und dem Innenministerium geplatzt. Nach Darstellung von Ministeriumssprecher Lothar Hofner lassen sich aus den Ermittlungen keine Entschädigungsansprüche ableiten. Das Ministerium habe aber angeboten, sich aus humanitären Gründen an den Behandlungskosten von Stephanie zu beteiligen. Nach Angaben von Kämmer soll die Zivilklage nun „zeitnah“ eingereicht werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%