Kleiderkammer der JVA Landsberg Uli Hoeneß arbeitet für 1,12 Euro die Stunde

Däumchen drehen in der Gefängniszelle? Mitnichten. Uli Hoeneß muss auch in der JVA Landsberg arbeiten. Die „Bild“ berichtet, dass der Ex-Bayern-Boss in der Kleiderkammer ran muss. Was er dort macht und was er verdient.
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Steueraffäre und Haftstrafe: Uli Hoeneß. Quelle: dpa

Steueraffäre und Haftstrafe: Uli Hoeneß.

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LandsbergWürstchenfabrikant, Manager, Präsident: Uli Hoeneß erfreute sich in den vergangenen Jahrzehnten stets hochrangiger und vor allem lukrativer Jobs. In der JVA Landsberg hat er nun ein vollkommen neues Aufgabenfeld: Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass der verurteilte Steuersünder nun in der Kleiderkammer der JVA Landsberg arbeitet. Demnach soll Hoeneß jeden Tag von 9 bis 15.30 Uhr für die Ausgabe der Kleidung, der Bettwäsche und der Putzmittel zuständig sein, bei der beispielsweise neue Häftlinge ihre Einheitsklamotten erhalten.

Das Einstiegsgehalt für arbeitende Gefangene in bayrischen Gefängnissen beträgt 1,12 Euro pro Stunde. Das kann sich bis auf 1,87 Euro erhöhen. Nach zwei Monaten durchgehender Arbeit wird dem Häftling ein sogenannter „Freistellungstag“ angerechnet, den er später nutzen kann, um früher aus der Haft entlassen zu werden.

Mehrere Wochen war der Ex-Präsident des FC Bayern krank geschrieben, hatte die JVA wegen einer Operation sogar kurzzeitig verlassen. Nun scheint er wieder bei Kräften zu sein – und muss arbeiten, wie jeder andere Gefangene.

Wie lange er noch im geschlossenen Vollzug bleiben muss, ist unklar. Laut des Berichts gibt es noch keinen Termin für einen möglichen Freigang. Die Bild-Zeitung spekuliert aber, dass die Justizbehörden eventuell im September darüber entscheiden, wann und ob Hoeneß in den offenen Vollzug wechseln darf.

Bayerns Ex-Boss war im März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte für Spekulationsgeschäfte in der Schweiz jahrelang keine Steuern gezahlt und dadurch Steuern in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro hinterzogen. Seit Anfang Juni ist er in der Justizvollzugsanstalt Landsberg inhaftiert.

Uli Hoeneß darf wieder raus
Uli Hoeneß
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Es ist ruhig geworden um Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Bilder, wie dieses bei einem Fußballspiel, gibt es gar nicht mehr, seit er seine Haftstrafe verbüßt. Als sich am 2. Juni die Gefängnistore im oberbayerischen Landsberg am Lech hinter Hoeneß schlossen, begann die härteste Zeit im Leben des erfolgsverwöhnten Fußball-Managers. Drei Jahre und sechs Monate Haft wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro lautete das Urteil für den 62-Jährigen.

Textquelle: dpa

HONIG
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Malzkaffee und Margarinebrot stehen im Gefängnis auf dem Speiseplan. Geweckt werden die Insassen um 5.50 Uhr. Und eingeschlossen werden sie in der Acht-Quadratmeter-Zelle wieder um 19.00 Uhr. Handy oder Laptop sind tabu. So sieht der karge Alltag für den Ex-Boss des Rekordmeisters FC Bayern München seitdem aus. Zumindest beschreibt dies die Gefängnisleitung so. Doch nun ist ein besseres Leben in Sicht.

Justitia
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Hoeneß darf demnächst mit Hafterleichterungen rechnen, wie mit dem Fall vertraute Juristen wissen. Unabhängig davon, ob der Gefangene prominent ist oder nicht, sieht das bayerische Strafvollzugsgesetz Freigang, Ausgang und Urlaub vor. In Artikel 13 steht: „Als Lockerung des Vollzugs kann insbesondere angeordnet werden, dass Gefangene außerhalb der Anstalt regelmäßig einer Beschäftigung unter Aufsicht (Außenbeschäftigung) oder ohne Aufsicht Vollzugsbediensteter (Freigang) nachgehen dürfen.“ Über den Zeitpunkt des Freigangs ist im Gesetz allerdings nichts zu lesen.

JVA Landsberg
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Üblich ist im Freistaat, dass ein Freigang 18 Monate vor der voraussichtlichen Entlassung gewährt wird. So hatte es jedenfalls Frank Arloth vom bayerischen Justizministerium geschildert, als zwei Monate vor dem Haftantritt des Promi-Gefangenen 150 Journalisten das Gefängnis besichtigten. Wann Hoeneß ein freier Mann ist, hängt davon ab, welcher Teil seiner Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Üblich ist der Erlass des letzten Drittels. In bestimmten Fällen wird die Strafe aber schon nach der Hälfte zur Bewährung ausgesetzt. Voraussetzung dafür sind besondere Umstände, wie es die Juristen nennen. So muss es sich um einen Ersttäter handeln und es darf die Sicherheit der Bevölkerung nicht gefährdet sein.

JVA Landsberg
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Außerdem sollten die Gesamtwürdigung der Tat, die Persönlichkeit des Häftlings und seine Entwicklung während des Strafvollzugs die frühzeitige Entlassung rechtfertigen, so die Experten. Die Entscheidung darüber trifft die Strafvollstreckungskammer beim zuständigen Landgericht. Die Gefängnisleitung kann aber schon zuvor eine Prognose abgeben, ob die Bedingungen für die Entlassung nach der Hälfte der Haftstrafe gegeben sein dürften. Dementsprechend legt sie den Zeitpunkt für die Hafterleichterungen fest. Bereits wenige Tage, nachdem Hoeneß in Landsberg eingerückt war, wurde für ihn wie für jeden Häftling ein Vollzugsplan erstellt - spätere Hafterleichterungen eingeschlossen.

JVA Landsberg
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Zum Zeitplan: Hoeneß wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Wird die Strafe tatsächlich halbiert, käme Hoeneß nach 21 Monaten - Anfang März 2016 - frei. Baut die Gefängnisleitung ihren Vollzugsplan darauf auf und rechnet vom voraussichtlichen Zeitpunkt der Entlassung 18 Monate zurück, könnte Hoeneß eigentlich schon seit Anfang September Freigänger sein. Er hätte damit nur drei Monate geschlossenen Vollzug absitzen müssen. Freigänger können tagsüber arbeiten und müssen nur zum Schlafen hinter Gitter zurück. Bis jetzt scheint Hoeneß den Freigang aber noch nicht angetreten zu haben. Er durfte allerdings an einem Samstag erstmals die Haftanstalt verlassen und ein paar Stunden mit seiner Familie verbringen.

Ernte-Pressefahrt 2014
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Vielleicht wird er auch in die Außenstelle Rothenfeld des Landsberger Gefängnisses bei Andechs (Landkreis Starnberg) verlegt. Der Gutsbetrieb dient als arbeitstherapeutische Einrichtung. Die bis zu 15 Insassen können sich tagsüber im Gelände frei bewegen und versorgen dort an die 1200 Rinder, Ziegen, Damwild und Geflügel oder helfen bei der Arbeit im Gemüsegarten und im Wald.

  • vf
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9 Kommentare zu "Kleiderkammer der JVA Landsberg: Uli Hoeneß arbeitet für 1,12 Euro die Stunde"

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  • Ich freue mich Heute schon wenn Uli Hoeness zurückkommt.
    Er ist eine Persönlichkeit die eine solche primitive Berichterstattung nicht verdient hat.Aber das zeigt mal wieder das Niveau das manche Neider in Deutschland haben

  • Verstehe auch nicht, was solche perverse Berichterstattung über Promis soll. Herr Hoeneß ist mir doch vollkommen egal und als Insasse einer JVA sollte er auch keine Person des öffentlichen Interesses mehr sein. - Er hat ein doch ein Recht wie jeder andere auch, seiner Buße im stillen Kämmerlein nachzugehen. Und, wenn er schlau sein sollte, wird er die Zeit dort nutzen, um dort über das Leben, das Universum und den ganzen Rest nachzudenken.....

  • Leute, Leute! Dieser Spott und diese Häme! Das ist sooo hässlich und gemein! Denkt doch bitte auch an die Kullertränen vom Uli! Da muss man doch Mitleid haben und sagen, der Uli ist eigentlich ein liebenswerter, guter Mensch. Oder?

    Ich denke da z.B. an den Ex-Trainer Klinsmann, den der Uli mit viel Überzeugung nach München gelockt hat, also praktisch aus der Gosse gezogen. Den hat er dann nach ein paar Monaten schon rausgeschmissen und ne hohe Abfindung gezahlt. So gut ist der Uli gewesen.

    Mit dem Nachfolger van Gaal (O-Ton Hoeneß: "Endlich haben wir wieder einen echten Trainer..." und ähnliches, monatelanges Nachtreten gegen Klinsmann in der Presse) war der Uli dann sofort dicke Freunde, zumindest für ein Jahr. Dann war der Louis ein "unsympathisch", "nicht lernfähig", "mangelhaft in der Kommunikation mit Spielern" usw. Also wieder: öffentlicher Tritt in den Arsch, wieder wochenlang über die Medien mit übler Nachrede "nachgetreten", wie vorher bei Klinsmann... Ja, von "Stil" versteht der Uli was. Darin ist er richtig groß...

    Dann kam der Jupp, und es wurde auch nicht besser. Zwei Meisterschaften und Pokal gingen so an Dortmund.

    Da hat's der Uli und sein Kumpan, der "Rolex"-Kalle, dann gelernt. Eingesehen haben sie, dass sie von sportlicher Führung keine Ahnung haben (permanente Fehlentscheidungen auf der Trainer-Position, Entwicklungen und Meisterschaften durch Inkompetenz in der Führungsspitze verspielt).
    UND DANN KAM IHNEN DIE GENIALE IDEE: Wir kaufen uns einfach die Meister-Mannschaft von Dortmund! Genial!

    Das Nachtreten gegen die Ex-Trainer meint der Uli nich so. Dafür muss man Verständnis haben. Die mussten einfach als Schuldenbock herhalten. Sonst wäre die eigene Inkompetenz auffällig geworden. Also "öffentliches Schlachten" und die Trainer noch Monate nach der Entlassung als Sündenböcke vorführen!

    Aber welch "menschliche Größe" der Uli besitzt zeigt sich daran, mit wieviel Anstand er seine Haft antrat. Wahre "menschliche Größe" sag ich nur...

  • Und woher kommt die Information, dass die Arbeiter in seiner Wurstfabrik unterbezahlt sind?

  • Vielleicht merkt er jetzt mal wie sich seine unterbezahlten Arbeiter seiner Wurstfabrik fühlen

  • Waaasss?

    So viel Stundenlohn für das hochkriminelle Wurstmaxl bei dem Dackeljob?

    Dazu bekommt er dann auch noch freie Kost und Logis und auch noch die freie Heilfürsorge?

    Das darf doch nicht wahr sein!

    Ich armer Steuerzahler...

  • Laßt Herrn Hoeneß doch endlich in Ruhe.

    Nebenbei: Ich bin kein Bayern-Fan.

  • Das kann nur ein Dortmunder schreiben. Wo sitzt nochmal der von Dortmund so hofiert Großaktionär Florian Homm? Der ist ja ein richtiger Schwerverbrecher! Von den Dönerwerfern und Hotelpinklern nicht zu reden

  • Als Zeugwart beim FC Hollywood könnte Hoeneß seine Erfahrung aus der JVA einbringen.
    Was Bastian Schweinsteiger wohl mit dem Ausspruch »wenn Uli Hoeneß nicht wäre, dann wären wir alle nicht hier (beim FC Bayern)«. Wenn da mal nicht noch zusätzlich was aus der schwarzen Kasse geflossen ist ;–)). Aber da ist ja jetzt, dank unserer großzügigen Justiz, der Deckel drauf.

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