Knapp unter 40 Grad
Achim, die Hitze und die Bahn

Nur knapp unter 40 Grad machte Achims Hitzewelle halt. 39,8 Grad erreichten die Thermometer in Dresden. Die Temperaturen führten zu niedrigen Wasserständen und Zugausfällen.
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Berlin/OffenbachHoch „Achim“ macht Deutschland schwer zu schaffen: Nach dem heißesten Wochenende des Jahres kletterten bereits am Montagvormittag in vielen Regionen die Temperaturen wieder auf bis zu 30 Grad und näherten sich am späten Nachmittag im Osten wieder der 40-Grad-Marke. In Dresden registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Nachmittag 39,8 Grad.

Wegen der enormen Hitze gilt in Hessen seit Montag die höchste Hitze-Warnstufe. Damit sind Kranken- und Pflegedienste verpflichtet, noch stärker auf ihre Patienten zu achten. Auch an die Bevölkerung wurde appelliert: viel trinken, körperliche Aktivitäten vermeiden, die Fenster tagsüber geschlossen halten und erst nachts zum Lüften öffnen.

Die tropische Hitze der vergangenen Tage hat die Waldbrandgefahr in Nordbayern deutlich steigen lassen. In der Region Steigerwald sei bereits die höchste Warnstufe 5 erreicht, teilte das bayerische Forstministerium mit. Die Gefahr, dass etwa eine brennende Zigarettenkippe einen Waldbrand auslöst, sei „sehr hoch“. Auch die Förster in Niedersachsen und Brandenburg sind alarmiert: In Teilen des Landes gelte die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

Die zunehmende Hitze und Trockenheit macht auch der Schifffahrt in Deutschland zu schaffen. Wegen niedriger Wasserstände ist die Frachtschifffahrt auf der Elbe stark eingeschränkt. „Viele Güterschiffe fahren derzeit mit zwei Drittel weniger Ladung“, sagte Hartmut Rhein, Leiter des Schifffahrtsbüros im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg. Oft werde auf die Straße, die Schiene oder Kanäle ausgewichen. Niedrigwasser beeinträchtigte auch die Schifffahrt auf der Donau in Niederbayern. Ein Güterschiff lief bei Osterhofen auf eine Sandbank auf.

Doch „Achim“ verliert an Einfluss und macht Platz für Tief „Zenja“. Bereits am Montag kam feuchte Luft aus der Nordsee im Norden Deutschlands an und brachte die ersten Gewitter. Ein von West nach Ost ziehendes Gewitterband hat am Montagvormittag in Mecklenburg-Vorpommern Boote auf der Müritz kentern lassen. In der Rettungsleitstelle Neubrandenburg klingelten pausenlos die Telefone. Umgestürzte Bäume blockierten die Straßen.

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