Köhler, Putin und Schwarzeneggger unter Trauergästen
Staatsbegräbnis für Klestil

Im Stephansdom in Wien fand am Samstag die Trauerfeier für den verstorbenen österreichischen Präsidenten Klestil statt. An der Zeremonie nahmen Staatsmänner aus der ganzen Welt teil.

HB BERLIN. Mit einem Requiem im Stephansdom in Wien haben am Samstag die Trauerfeierlichkeiten für den in dieser Woche gestorbenen österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil begonnen. An der Zeremonie nahmen zahlreiche ausländische Gäste teil, darunter Bundespräsident Horst Köhler, der russische Präsident Wladimir Putin, der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi, der tschechische Ministerpräsidenten Vladimir Spidla und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der gebürtiger Österreicher ist.

Die Messe las der Wiener Kardinal Christoph Schönborn. Er würdigte Klestil als überzeugten Europäer, der unermüdlich für die Integration der Nachbarn Österreichs aus Mittel- und Osteuropa gearbeitet habe. Schönborn erinnerte aber auch an die Scheidung der ersten Ehe Klestils, die in Österreich nicht nur in Kirchenkreisen auf Kritik gestoßen war.

Insgesamt kamen etwa 3000 Besucher zu dem Gottesdienst. Die ersten Trauergäste hatten sich bereits Stunden vor Beginn vor dem Dom angestellt. Die Beerdigung fand am Nachmittag auf dem Wiener Zentralfriedhof statt. Der der Verstorbene wurde dort zu den Klängen des Lieds «Vom guten Kameraden» in der Präsidentengruft beigesetzt.

Klestil war in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 71 Jahren an den Folgen eines Herzstillstands gestorben, nur 36 Stunden vor Ablauf seiner Amtszeit. Sein Nachfolger Heinz Fischer wurde am Donnerstag vereidigt.

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