Koizumi beruft Katastrophenstab ein
Drei Tote nach starkem Erdbeben in Japan

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat Japan erschüttert. Auswirkungen waren selbst im 100 Kilometer von Zentrum entfernten Tokio zu spüren.

HB BERLIN. Häuser in Japans Hauptstadt Tokio haben am späten Freitagabend rund eine Minute lang geschwankt – obwohl das dafür verantwortliche Erdbeben rund 100 Kilometer entfernt sein Zentrum hatte. Das Beben hatte eine Stärke von 6,8 auf der Richterskala und wird damit als schwer klassifiziert.

Das Erdbeben ging von einem Punkt rund 20 Kilometer unter der Erdoberfläche unter dem Gebiet der Präfektur Niigata aus, meldete der Meteorologische Dienst. Später bebte die Erde gleich noch mehrere Male.

Mindestens drei Menschen kamen laut Medienberichten ums Leben, rund 200 weitere erlitten Verletzungen. Herabstürzende Felsen hatten die Menschen unter sich begraben. Das Stromnetz rund um das Bebenzentrum fiel aus, Telefonverbindungen wurden unterbrochen, ein Schnellzug entgleiste.

Ministerpräsident Junichiro Koizumi berief ein Katastrophenteam ein, wie ein Sprecher mitteilte. Die Behörden appellierten an die Einwohner der betroffenen Region, Schutzunterkünfte aufzusuchen. Rettungsteams wurden entsandt, doch Dunkelheit und aufgerissene Straßen behinderten die Bergungsarbeiten.

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