Kokain
Drogenfrachter wird in Venezuela festgehalten

Elf Crewmitglieder eines Hamburger Frachters werden von den venezolanischen Behörden festgehalten. Medien zufolge war am Schiff etwa eine halbe Tonne Kokain mit einem Wert von bis zu 30 Millionen Euro gefunden worden.
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Hamburg/CaracasWegen des Verdachts auf Drogenschmuggel werden nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks ein Hamburger Frachter und seine Crew seit rund zwei Wochen in Venezuela festgehalten. Die Besatzung habe die Polizei selbst alarmiert, nachdem sie knapp eine halbe Tonne Kokain entdeckt hatte. Das Schiff sei beschlagnahmt worden. Elf Seeleute seien in ein Gefängnis gekommen. Anklage sei bislang nicht erhoben worden, berichtete der Radio-Sender NDR 90,3 am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der Reederei.

Das venezolanische Innenministerium hatte am 9. Oktober auf seiner Webseite mitgeteilt, dass am 8. Oktober im Maschinenraum des Massengutfrachters „Juergen Schulte“ 354 Päckchen mit insgesamt 478 Kilogramm Kokain „von hoher Reinheit“ sichergestellt worden seien.

In der Mitteilung hieß es damals, dass 22 Personen festgenommen worden seien. Das Schiff sei unter spanischer Flagge gefahren und aus Belgien gekommen. Im Hafen bei Ciudad Guayana (Bundesstaat Bolivar) am Orinoco-Fluss sollte Eisenerz geladen werden. Das anschließende Ziel war Frankreich. Auf der Webseite war auch ein Bild des Schiffes zu sehen.

Nach NDR-Informationen hat das Kokain einem Marktwert von etwa 20 bis 30 Millionen Euro. Inzwischen sei ein Team von Rechtsanwälten und Versicherungsvertretern nach Venezuela gereist, um Schiff und Besatzung schnell wieder freizubekommen, berichtete der Sender. Die Besatzung soll aus Russen, Ukrainern, Slowaken und Philippinern bestehen. Die Reederei selbst war am Donnerstagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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