Kokainhandel
Kolumbianische Polizei hebt Drogenring aus

Die Polizei hat in Kolumbien mehr als ein Dutzend mutmaßlicher Drogenschmuggler verhaftet. Einer von ihnen soll tonnenweise Kokain nach Europa und in die USA geschmuggelt haben - wöchentlich.
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BogotáDer kolumbianischen Polizei ist ein Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. 14 mutmaßliche Drogenschmuggler wurden am Montag in Bogotá und anderen Städten festgenommen.

Unter den Verhafteten befindet sich nach Polizeiangaben auch der Hauptverantwortliche für die Ausfuhr von wöchentlich 1,5 Tonnen Kokain, die über Honduras und der Dominikanischen Republik in die USA und Europa verfrachtet wurden. Das Kokain wurde in drei Flugzeugen ausgeflogen.

Für die 14 Festgenommenen liegen Auslieferungsgesuche eines US-Bundesgerichts in Virginia vor. Einer von ihnen, Dionisio Vera, soll der Stellvertreter von Daniel Barrera, einem der mächtigsten Drogenbosse Kolumbiens, sein, erklärte Polizeichef Oscar Naranjo.

Der gesprengte Drogenring hatte enge Beziehungen zu der von ehemaligen Paramilitärs gebildeten bewaffneten Gruppe Erpac. In einem Gespräch mit der Zeitschrift „La Semana“ (Montagausgabe) erklärte Erpac-Chef José López Montero, alias „Caracho“, er sei „kriegsmüde“, weshalb er in den nächsten Wochen mit seiner 500 Mann starken Truppe die Waffen abgeben wolle.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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