Kollege glaubt an Technikfehler
Unglückspilot von Sölden beteuert Unschuld

Der Pilot des Unglückshubschraubers von Sölden hat am Mittwoch bei Vernehmungen erneut versichert, den Haken für den Betonkübel während des Fluges nicht gelöst zu haben. Das berichteten österreichische Medien am Mittwoch.

HB SÖLDEN.Der 35-Jährige, dessen Maschine am Tiroler Gletschergebiet am Montag den Kübel verlor und damit das Seilbahnunglück mit neun Toten auslöste, geht es nach Aussagen eines Kollegen sehr schlecht.

„Er ist total fertig“, sagte der 49-Jährige bei einer Pressekonferenz der Helikopterfirma Knaus in Karres bei Imst. Er glaube nicht an einen Fehler seines jüngeren Kollegen, sondern an einen Defekt in der Elektronik. Es sei unwahrscheinlich, dass der 35-Jährige den elektrischen Auslöser für die Öffnung des Transporthakens aus Versehen betätigt habe. Nach ersten Untersuchungen war der Haken, mit dem der Betonkübel am Seil gehalten wurde, offen, aber unbeschädigt.

Der 35-Jährige hatte nach Angaben des Firmenchefs seit einem Monat die Erlaubnis für Lastenflüge. Er habe rund 850 Flugstunden absolviert, davon 150 mit Außenlastentransporten. Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hält als Unglücksursache einen technischen Fehler oder menschliches Versagen für möglich.

Von den sieben Verletzten waren am Mittwoch noch sechs im Krankenhaus. Alle sind nach Angaben der Ärzte auf dem Weg der Besserung. Eine Zehnjährige konnte bereits am Dienstag entlassen werden. Die Untersuchungen zur Unglücksursache am Berg sind mittlerweile abgeschlossen, auch der Skibetrieb in dem Tiroler Gletschergebiet ist wieder angelaufen.

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