Konjunktur-Aussichten gut
Stärkster Aufschwung seit New-Economy-Boom

Deutsche Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Endlich gibt es auch wieder mehr Jobs, selbst Bau kommt in Schwung. Und die Aussichten für 2007 sind trotz Mehrwertsteuererhöhung ebenfalls blendend.

HB FRANKFURT. Ein Wirtschaftsforschungsinstitut nach dem anderen korrigiert seine Wachstumsprognosen nach oben, erwartet wird nun ein Plus von 1,9 bis 2,1 Prozent. Auch viele Industriebranchen wurden völlig überrascht von dem Boom, den Ifo-Präsident Hans Werner Sinn als den kräftigsten Aufschwung "seit dem New-Economy-Boom der Jahre 1999/2000" bezeichnet.

Die beste Nachricht: Die Zahl der Arbeitslosen soll 2007 kräftig sinken. So rechnen mehrere Forschungsinstitute mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt auf 4,1 Millionen. Rund 15 000 neue Jobs schuf zum Beispiel der Maschinenbau allein in diesem Jahr und 2007 könnten es noch einmal bis zu 10 000 sein.

Dank randvoller Auftragsbücher rechnet die Maschinenbau-Branche nach einem Rekordjahr nun mit einem doppelt so starken Wachstum 2007 wie zunächst vorhergesagt. "Wir hatten zwar mit Wachstum gerechnet. Eine solche Dynamik aber hatten wir nicht erwartet", sagt denn auch der Präsident des Verbandes deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Dieter Brucklacher.

Regelrecht unter Hochspannung steht dank boomender Nachfrage aus dem In- und Ausland auch die deutsche Elektroindustrie. Die Branche ist 2006 mit einem Umsatzplus von mehr als sechs Prozent ebenfalls stärker gewachsen als erwartet. 8 000 zusätzliche Jobs sind entstanden. Dank guter Auftragslage rechnet die zweitgrößte deutsche Industriebranche 2007 mit einem kräftigen Umsatzplus von fünf Prozent.

Mit einem Rekordjahr glänzt auch die deutsche Stahlindustrie. Die Rohstahlproduktion wird nach Berechnungen der Wirtschaftsvereinigung Stahl auf das höchste Niveau seit der Wiedervereinigung steigen. Und auch für 2007 ist die Branche wegen des anhaltenden Konjunkturaufschwungs optimistisch.

Die Chemieindustrie wächst ebenfalls kräftig. Nach einem überraschend hohen Produktionsplus von 3,5 Prozent in diesem Jahr erwartet die Branche 2007 eine Steigerung von nochmals zwei Prozent. Am Arbeitsmarkt bringt die positive Entwicklung allerdings kaum Impulse: Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich in diesem Jahr um 1 Prozent auf 436 400. Grund sind vor allem die Ausgliederung von Unternehmensteilen wie Dienstleistungen und EDV. Mit der Schaffung neuer Jobs rechnet die Chemieindustrie auch im nächsten Jahr nicht.

Seite 1:

Stärkster Aufschwung seit New-Economy-Boom

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%