Konjunktur
Die Dynamik des Aufschwungs

Gut gefüllte Auftragsbücher und steigende Kapazitätsauslastung sorgen für gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Und selbst mit der höheren Mehrwertsteuer wird die inländische Nachfrage 2007 nicht zur Achillesferse der Konjunktur: Die Entwicklung am Arbeitsmarkt stützt den privaten Konsum.

DÜSSELDORF. Die Konjunktur in Deutschland bleibt 2007 lebhaft. Die meisten Ökonomen sehen den Aufschwung als so kräftig an, dass die Bremseffekte durch Steuer- und Abgabeerhöhungen sowie die Kappung von Steuervorteilen überwunden werden. Die jüngsten Wachstumsprognosen für 2007 liegen mehrheitlich knapp unter zwei Prozent - der Abstand zum 2006 erwarteten Wachstum von 2,4 bis 2,6 Prozent ist auf 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte geschmolzen.

Mit dieser Einschätzung kurz vor dem Jahreswechsel sind die Ökonomen in den meisten Wirtschaftsforschungsinstituten wesentlich optimistischer als im Sommer und Herbst. Da rechneten sie noch damit, dass die Finanzpolitik das Wirtschaftswachstum Deutschlands im bevorstehenden Jahr sehr schwächen oder gar abwürgen könnte. Nun zählen Ökonomen, die eine Durststrecke von mehr als einem Quartal erwarten, zur Minderheit.

Noch im Oktober hatte die Hälfte der sechs am Frühjahrs- und Herbstgutachten beteiligten Institute befürchtet, die fiskalpolitischen Einschnitte - angeführt von der Erhöhung der Mehrwertsteuer - könnten die Konsum- und Investitionsbereitschaft erlahmen lassen. Außerdem gingen sie davon aus, dass die Konjunkturabschwächung in den USA die Dynamik der Weltkonjunktur deutlich nach unten ziehe.

Seit dem Herbstgutachten bröckelt das Lager der Skeptiker gewaltig. Auslöser sind wieder bessere Aussichten für die Weltwirtschaft, gut gefüllte Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen, die steigende Kapazitätsauslastung, eine immer bessere Stimmung in der Wirtschaft - unterstrichen von der aktuellen Branchenumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) - sowie eine sichtbare Entspannung am Arbeitsmarkt. Selbst die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragten Finanzmarktexperten schöpften im Dezember nach Monaten des Schwarzsehens endlich wieder neue Hoffnung.

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