Konservative Kirchenmitglieder demonstrierten dagegen
Erstmals schwuler Bischof in USA geweiht

Als erste große christliche Religionsgemeinschaft hat die anglikanische Kirche einen sich offen zu seiner Homosexualität bekennenden Priester zum Bischof geweiht.

HB WASHINGTON. Der 56-jährige Gene Robinson wurde am Sonntag (Ortszeit) im Bundesstaat New Hampshire von der Episkopal-Kirche in einer feierlichen Zeremonie zum Bischof geweiht. Er war im August trotz massiver Widerstände in der Anglikanischen Kirche, zu der die Episkopalen gehören, von der Kirchenversammlung zum Bischof gewählt worden.

Auch am Sonntag demonstrierten wieder konservative Kirchenmitglieder gegen die Weihe. Robinson zeigte sich jedoch überzeugt, dass es durch seine Weihe nicht zu einer von Kritikern befürchteten Spaltung der Kirche kommen werde. In einem Interview des Nachrichtensenders CNN sagte er, es hätte auch nichts geändert, wenn er auf das Amt verzichtet hätte. Es gebe innerhalb der Episkopal- Kirche außergewöhnlich begabte Lesben und Schwule, die auch eines Tages nominiert würden. Dies könne auch nicht aufgehalten werden, wenn er zurücktreten wäre.

In Großbritannien war im Sommer die Ernennung eines homosexuellen Geistlichen zum Bischof gescheitert. Er verzichtete auf seine Nominierung, um der anglikanischen Kirche eine mögliche Spaltung zu ersparen.

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