Kontrollierte Sprengung
Fliegerbombe legte Berliner Innenstadt lahm

Ein Bombenblindgänger ist am Donnerstagabend in Berlin durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht worden. Zuvor legte das Fundstück aus dem Zweiten Weltkrieg jedoch stundenlang Teile der Innenstadt lahm.

HB BERLIN. Zwei kleine Sprengladungen zerrissen die britische 500-Kilo-Bombe, auf die Bauarbeiter am Nachmittag auf dem Boulevard Unter den Linden gestoßen waren. Vor der Sprengung war unter anderem das Hauptgebäude der Humboldt-Universität geräumt worden. Die Lindenoper musste am Abend ihre Generalprobe für die Premiere von Mussorgskys Oper „Boris Godunow“ verschieben.

Weiträumige Straßensperrungen hatten über Stunden ein Verkehrschaos im historischen Zentrum Berlins rund um die Staatsoper, die Staatsbibliothek, das Zeughaus mit dem Deutschen Historischen Museum und die Neue Wache, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik, verursacht.

Kurz vor 20.30 Uhr kam für die Feuerwerker der Polizei und alle Anlieger und Verantwortlichen in der Stadt die Erlösung: Aus der Grube vor dem Reiterdenkmal Friedrichs des Großen schoss eine etwa 15 Meter hohe Sandfontäne in die Höhe - und zur Erleichterung aller Beteiligten blieb der Alte Fritz auf seinem Bronzepferd stehen. „Es lief perfekt ab und es gab keine Schäden“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Fund des Bombenblindgängers hatte in Teilen der Berliner Innenstadt mitten im nachmittäglichen Berufsverkehr ein Verkehrschaos verursacht. Die Einsatzleitung schickte mehr als 200 Polizeibeamte teils mit Blaulicht quer durch die Stadt ins Zentrum, um alles für mögliche Evakuierungen vorzubereiten, die Wagen rasten auch am Kanzleramt vorbei in Richtung Innenstadt.

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