"Kontrollierter Flug" in den Boden: Untersuchung: Pilot hatte Schuld am Crossair-Absturz

"Kontrollierter Flug" in den Boden
Untersuchung: Pilot hatte Schuld am Crossair-Absturz

Ursache des Crossair-Absturzes im November 2001 war nach einer Untersuchung des Schweizer Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) ein schwerer Pilotenfehler. Zudem seien die Betriebsabläufe bei der Crossair nicht optimal gewesen.

HB ZÜRICH. Beim Absturz einer Maschine der Schweizer Luftlinie sind 24 Menschen ums Leben gekommen. Neun Menschen hatten das Unglück überlebt. Direkte Unfallursache war ein bewusstes Abweichen der Piloten von der vorgegebenen Anflugvorschrift. So soll der Kapitän beim Anflug trotz des automatischen Warnsignals die Mindesthöhe unterschritten haben, ohne über Sichtkontakt zur Piste zu haben.

Der am Dienstag in Zürich vorgelegte Untersuchungsbericht spricht von einem „kontrollierten“ Flug in den Boden. Er nennt Ausbildungsmängel des Piloten, der am Flugtag übermüdet gewesen sei.

Der Bericht fügt hinzu, der Unfallflug sei kein Einzelfall gewesen, bei dem Verfahrensvorgaben nicht befolgt wurden. Mindestens 40 weitere Entsprechende Fälle seien bekannt, heißt es in deutlicher Kritik an der Crossair. Nicht bei allen Flugbesatzungen sei das „erforderliche Sicherheitsbewusstsein“ erzeugt worden. Für ein Unternehmen mit 80 Flugzeugen sei die Flugsicherheitsabteilung „bescheiden“ ausgerüstet gewesen.

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