Konzert
Rolling Stones beugen sich Zensur Chinas

Um erstmals in China auftreten zu dürfen, geben sich die Rolling Stones ungewohnt zahm. Die Altrocker beugen sich dem Drängen der chinesischen Behörden, Songs nicht zu spielen, in denen es um Sex geht.

HB PEKING. Die Rolling Stones werden sich bei ihrem China-Konzert im April voraussichtlich an die Vorgaben der staatlichen Zensurbehörden halten. Die Band wolle bei ihrem ersten Konzert in der Volksrepublik Ärger mit den Behörden vermeiden, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Veranstalters Emma-Entertainment. Der Auftritt soll im Rahmen der „Bigger-Bang“-Tour am 8. April in Schanghai stattfinden.

Die britischen Rock-Veteranen hatten schon 2003 zwei Konzerte in China geplant, die jedoch wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Sars abgesagt wurden. Bereits im Vorfeld gab es damals Auseinandersetzungen mit dem Kulturministerium. Die Behörde untersagte den Musikern damals, die Songs „Let's Spend the Night Together“, „Brown Sugar“, „Honky Tonk Women“ und „Beast of Burden“ zu spielen. Gründe gab das Ministerium nicht an. Die Songs gehören jedoch zu den Stones-Stücken mit den sexuell eindeutigsten Anspielungen.

Es sei wahrscheinlich, dass diese Lieder bei dem bevorstehenden Konzert nicht gespielt würden, sagte die Sprecherin. Die Musiker wüssten, dass es kulturelle Unterschiede zwischen der chinesischen und der westlichen Kultur gebe. „Sie wollen nichts gegen die chinesische Regierung tun“, sagte sie. Die Band will seit langem in China auftreten. Bereits Ende der 70er Jahre gab es Gespräche über eine China-Tournee. Da die chinesische Regierung aber damals die Verbreitung westlichen Gedankengutes fürchtete, wurden die Pläne nie umgesetzt.

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