Kraft der Musik
Live Earth-Konzertserie beginnt mit Aborigine-Tänzen

Australische Aborigines haben am Samstag in Sydney mit feurigen Tänzen den Auftakt der weltumspannenden Serie der Live Earth-Konzerte vor 50 000 Musikfans gemacht. Begrüßt wurden die Zuschauer vom ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore per Videobotschaft. Gore hatte die Konzertserie mit seiner Kampagne gegen den Klimawandel inspiriert.

HB SYDNEY. Sydney und Tokio haben am Samstag die Reihe der weltweiten „Live Earth“-Konzerte eröffnet. In Australien sangen und tanzten weiß bemalte Ureinwohner mit Didgeridoos und Eukalyptuswedeln im Aussie-Stadion einen traditionellen Willkommensgruß. Das Konzert in Japan begann mit einer High-Tech-Laser-Show der Band Genki Rockets. Im Lauf des Tages wollen in der Konzertreihe mehr als 150 der größten Rock- und Popstars zur Rettung des Weltklimas auftreten. Insgesamt 24 Stunden lang soll mit dem Musikspektakel an verschiedenen Orten „eine globale Bewegung zur Lösung der Klimakrise“ ausgelöst werden.

Nach dem Auftritt der Aborigines wurde in Sydney ein Videogruß des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore eingespielt. Gore und der Konzertproduzent Kevin Wall, der bereits beim letztjährigen „Live 8“ für Afrika dabei war, haben das Projekt initiiert. Gore rief die Besucher auf, ihre eigene Umweltbilanz zu verbessern und eine klimafreundlichere Politik zu unterstützen. „Danke, dass ihr heute gekommen und die allerersten seid, die diese Bewegung in Gang bringen, um die Klimakrise lösen zu helfen“, sagte Gore. Anschließend spielte die erste offizielle Band der Show, der Funk-Roots-Act Blue King Brown. Bis zur Mittagszeit wuchs die Menge im Stadion auf mehrere tausend Menschen.

In Tokio erschien Gore den Konzertbesuchern als Hologramm. „Mit 'Live Earth' hoffen wir Menschen durch die Kraft der Musik zu verbinden und mit einer simplen, universellen Botschaft in die Pflicht zu nehmen: SOS. Folgt dem Ruf“, sagte Gore.

Außer in Sydney und Tokio sollen die Konzerte im Giants-Stadion bei New York, in Washington an der National Mall, im Wembley-Stadion in London, in Maropeng an der Cradle of Humankind in Johannesburg, an den Treppen des Oriental Pearl Tower in Schanghai, an der Copacabana in Rio de Janeiro und der HSH Nordbank Arena in Hamburg stattfinden. Selbst in der Antarktis ist der Auftritt einer Wissenschaftlerband geplant. Das Konzert in Rio war zuletzt wegen eines juristischen Tauziehens um die Sicherheit der erwarteten 700 000 Besucher noch fraglich.

In Hamburg startet das Klima-Konzert mit Shakira. Auch Chris Cornell, Enrique Iglesias, Snoop Dogg, Jan Delay, Mia, Roger Cicero, Reamonn, Michael Mittermeier, Silbermond und Juli stehen auf dem Programm. Zum Abschluss soll Yusuf (bekannt geworden als Cat Stevens) auftreten. Jede Band soll nur etwa eine Viertelstunde spielen.

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