Krakau
Hunderttausende Polen strömen zur Papstmesse

Am Anfang war es nicht leicht für Benedikt in Polen. Doch je länger der Papst durch das Land tourte, desto wärmer wurde der Empfang im Land seines Vorgängers Johannes Paul II. Heute endet die Reise von Benedikt XVI. mit einer großen Messe in Krakau – und dem Besuch des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Auschwitz.

HB KRAKAU. Seit den frühen Morgenstunden strömen tausende Pilger aus ganz Polen auf die Krakauer Blonie Wiesen, wo Papst Benedikt XVI. am Sonntagvormittag eine Messe unter freiem Himmel feiern wird. Um acht Uhr morgens war die Menge bereits auf rund 800 000 Menschen angewachsen, berichtete der polnische Rundfunk.

Tausende Jugendliche haben die Nacht hindurch trotz Regens ausgeharrt. Einige hatten Zelte mitgebracht, andere versuchten sich mit Tee warm zu halten. Auch vor dem Bischofspalast warteten Gläubige, um einen kurzen Blick auf den Papst zu werfen, der am Samstagabend erneut von seinem Fenster aus zu den wartenden Jugendlichen gesprochen und ihnen für einen „unvergesslichen Abend“ gedankt hatte. Die Messe in Krakau ist der Abschluss des Besuchs des Papstes in der ehemaligen Bischofsstadt Johannes Paul II.

Am Nachmittag fährt der deutsche Papst nach Auschwitz in das ehemalige deutsche Vernichtungslager. Dort will er mit ehemaligen Häftlingen und Vertreten der polnischen Juden zusammentreffen. Zu Beginn des eineinhalbstündigen Besuchs wird Benedikt allein durch das Lagertor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ hindurchgehen.

Er will auch in den „Todesblock“ des Lagers gehen sowie in die Zelle des polnischen Priesters Maximilian Kolbe, der dort 1941 freiwillig in den Tod gegangen war, um damit das Leben eines Familienvaters zu retten. Mit besonderer Spannung wird die Rede des deutschen Papstes zum Holocaust erwartet.

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