Krankenpfleger knackt Jackpot
Lotto-Millionengewinn nach Dienstschluss

Das Rätsel um den Gewinner des größten deutschen Lotto-Jackpots ist gelöst: Ein 41-jähriger Krankenpfleger aus Westfalen kassiert die 37,7 Mill. Euro hohe Rekordsumme, wie Elmar Bamfaste von Westlotto am Dienstag mitteilte. Der Glückspilz, ein dreifacher Familienvater, meldete sich am Morgen drei Tage nach Ziehung der Zahlen bei der Lottogesellschaft. Er habe einen besonnenen Eindruck gemacht, erklärte der Sprecher.

HB MÜNSTER. Was er mit seinen 37,7 Millionen Euro Lottogewinn anfängt, weiß der Glückspilz noch nicht. Eigentlich möchte er, dass sich in seinem Leben so wenig wie möglich ändert. Deshalb kann sich der neue Multimillionär auch erst heute Abend mit dem Vertreter der Lottogesellschaft treffen, nach Dienstschluss.

Der Gewinner habe am Morgen von seinem Arbeitsplatz aus gemeldet. „Deshalb konnte er auch nicht so frei sprechen“, sagte Bamfaste. Er wolle sich erst am späten Dienstagabend mit dem Gewinnerbetreuer treffen. „Er will pflichtgemäß seinen Dienst beenden, denn er will auch als Multi-Millionär weiter arbeiten gehen“, berichtete Bamfaste. Den Angaben zufolge lebt der Glückspilz gemeinsam mit seiner Frau, einer Tochter und zwei Söhnen zwischen zwei und zwölf Jahren zusammen in Westfalen.

Bereits am Sonntag habe der Mann im Videotext die Lottozahlen gelesen und bemerkt, dass seine Tipps auf dem Lottoschein die Glückstreffer waren, sagte Bamfaste. Am Montag habe er dann aus dem Radio erfahren, dass er als Einziger den Jackpot geknackt hat. Deshalb habe er die neue Lebenssituation erst mit seiner Frau beraten, bevor er seinen Gewinn anmeldete. „Er macht wirklich den Eindruck, als werde er auf dem Teppich bleiben“, meinte Bamfaste.

Der Gewinnerbetreuer werde dem frisch gebackenen Multimillionär Tipps zum Umgang mit dem neuen Riesen-Vermögen geben. „Er wird ihm vorrechnen, wie viele Zinsen er monatlich bei einer ganz normalen Geldanlage hat. Erst dann bekommen die meisten Gewinner eine Vorstellung, wie hoch ihr Gewinn ist“, erklärte Bamfaste. Außerdem werde er dem Mann raten, zunächst an seinem Heimatort leben zu bleiben und kein zu auffälliges Auto zu kaufen. Der Sprecher erklärte: „Er bekommt auch Tipps, wie er sich vor dubiosen Anlageberatern oder Bettelbriefen schützen kann.“ Bamfaste selbst riet dem Gewinner, möglichst wenige einzuweihen.

Der Jackpot bei sechs aus 49 war zur vergangenen Samstagsziehung geknackt worden, nachdem er seit dem 30. August elf Ziehungen lang bis auf 37,7 Mill. Euro gewachsen war. Dies ist der mit Abstand größte Gewinn in der 51-jährigen deutschen Lottogeschichte. Die Aussicht auf die hohe Summe hatte einen Ansturm auf die Lotto-Annahmestellen ausgelöst. Der Lottoblock verzeichnete mit 148,3 Mill. Euro den höchsten Umsatz bei einer Ziehung seit der Euro-Einführung und den zweithöchsten überhaupt.

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