Krawalle ausgeblieben
1000 Demonstranten gegen Rechtsextremismus in Pirna

Bei zeitgleichen Demonstrationen von Linken und Rechten im sächsischen Pirna sind im Vorfeld befürchtete Krawalle ausgeblieben. Beide Gruppen hatten im Internet gewalttätige Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen.

HB BERLIN. Im sächsischen Pirna sind befürchtete Krawalle zwischen Rechten und Linken während einer Demonstration sind ausgeblieben. Rund 1000 Menschen demonstrierten friedlich unter dem Motto «Schöner leben ohne Naziläden» gegen Rechtsextremismus. Eine Gegendemonstration von etwa 100 Rechten wurde schon nach kurzer Zeit beendet.

Die Demonstration der linken Gruppen richtete sich gegen einen Laden in Pirna, in dem nach ihren Angaben T-Shirts und andere Waren verkauft werden, die in der rechtsextremen Szene getragen werden und dort Symbolwert haben. Nach Angaben der Demonstranten ist Pirna außerdem Sitz und Vertriebszentrum zweier rechtsextremistischer Publikationen sowie eines Versandhandels.

Im Vorfeld waren gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern der beiden Kundgebungen befürchtet worden. Im Internet wurde von beiden Gruppen Gewalt nicht ausgeschlossen worden.

PDS und NPD, beide im sächsischen Landtag vertreten, hatten es abgelehnt, bei den Anmeldern der beiden Demonstrationen auf Absagen zu dringen. Beide Parteien erklärten sich in Pressemeldungen vorab als nicht verantwortlich für mögliche Auseinandersetzungen.

Die Polizei gab an, bei den Demonstrationen in Pirna sei es bis auf kleine Rangeleien friedlich geblieben. Eine halbe Stunde nach Ende der Veranstaltungen seien die Demonstranten wieder abgereist gewesen.

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