Krawatten-Manufaktur
Sprungelastisches Atmen

Oscar Wilde, Schriftsteller und Experte für perfekte Kleidung, sagte einmal: „Eine gut gebundene Krawatte ist der erste wichtige Schritt im Leben“. Wer heute als Krawatten-Hersteller die Produktion in Deutschland belässt muss von allen guten Geistern verlassen sein.

HAMBURG. Hätte ein in französischen Diensten stehendes kroatisches Regiment um 1670 keine Halstücher getragen, wäre die Herrenmode vielleicht um eines ihrer wichtigsten Accessoires ärmer: die Krawatte. Denn dort hat der Binder seinen Ursprung. Der Name Krawatte, eine leichte Lautverschiebung von Kroate, erinnert noch heute daran.

Oscar Wilde, Schriftsteller und Experte für perfekte Kleidung, sagte einmal: „Eine gut gebundene Krawatte ist der erste wichtige Schritt im Leben.“ Wer als Krawattenträger diesen Schritt heute macht, wandelt meist auf fernöstlichen Pfaden, denn von dort kommt der Löwenanteil der Krawattenproduktion. Auch wenn Binder ein französisches oder italienisches Markenzeichen mit wohl klingendem Namen tragen. Und sie werden alle maschinell hergestellt.

Wer heute also als Krawatten-Hersteller die Produktion in Deutschland belässt und die sehr arbeitsintensive Produktion nahezu ausschließlich in Handarbeit realisiert, muss von allen guten Geistern verlassen sein. Oder er ist unverbesserlicher Optimist mit Gottvertrauen in sein Produkt.

Ein solcher Optimist, genauer gesagt eine Optimistin und Standortpatriotin, ist Jessica Bartling, die kürzlich die Leitung von Deutschlands letzter Krawatten-Manufaktur übernommen hat.

Seite 1:

Sprungelastisches Atmen

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%