Kreis Borken
Neuer Fall von Schweinepest in einem Mastbetrieb

Nachdem die Schweinepest im Münsterland erneut ausgebrochen ist, hat man im Landkreis Borken am Dienstag mit der Massentötung von rund 50 000 Schweinen begonnen. Daraufhin wurde ein neuer Fall der Seuche in einem Mastbetrieb im gleichen Kreis bekannt.

HB DÜSSELDORF. In einem Mastbetrieb im Kreis Borken ist erneut ein Fall von Schweinepest nachgewiesen worden.

Dies sei der dritte Fall im Kreis Borken und der insgesamt achte seit Ausbruch der Seuche Anfang März, teilte das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium am Dienstag mit. Der Betrieb mit rund 900 Mastschweinen liege in der bisherigen Zehn-Kilometer-Beobachtungszone.

Um den nun betroffenen Hof werde im Umkreis von drei Kilometern ein Sperrgebiet eingerichtet und ein neues Beobachtungsgebiet gezogen, das bis in die Niederlande reiche. Die Schweine auf dem Hof würden zeitnah getötet, kündigte eine Sprecherin des Ministeriums an.

Ende vergangener Woche war die Schweinepest erneut in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen. In einer Drei-Kilometer-Zone um den betroffenen Hof im Kreis Borken mussten alle Schweine - 52 000 Tiere auf 96 Höfen - getötet werden. Die den Landwirten entstehenden Kosten sollen von der Europäischen Union übernommen werden. Bis zum 15. Mai wurde zudem ein generelles Transportverbot für Schweine in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Münster verhängt.

Ein erster Ausbruch der für Menschen ungefährlichen Schweinepest in diesem Jahr war Anfang März im Kreis Recklinghausen registriert worden. Später waren auch Fälle im Kreis Borken aufgetreten. Die EU hatte mit einem Transportverbot für Schweine in dem Bundesland reagiert, das später aber gelockert worden war. Zuletzt war die Schweinepest bei Nutztieren in Deutschland 1998 ausgebrochen.

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